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Letzte Regatta vor Olympia

Montag, 6. Mai 2024 / Paris 2024
 

La Grande-Motte ist ab Dienstag Schauplatz der Nacra 17-Weltmeisterschaft und 49er-Europameisterschaft. Für die Katamaran-Klasse ist es, nach der Trofeo Princesa Sofia vor Palma de Mallorca, erst die zweite große Regatta in dieser Saison – und zugleich auch der letzte Peak-Event vor den olympischen Segelbewerben vor Marseille.

Für Österreich nehmen Lukas Haberl/Tanja Frank und Laura Farese/Matthäus Zöchling teil. Beide Teams trainieren seit 15. April im WM-Revier.

Keine optimale Vorbereitung

Die Bedingungen in den letzten beiden Wochen ließen keine optimale Vorbereitung zu. „Wir hatten durch die Bank ‚Überlebensbedingungen‘, nur Starkwindtage – und es war sehr kalt. Hände und Finger wurden dadurch sehr beansprucht, es war schwierig längere Trainingssessions zu absolvieren. Dennoch haben wir ein Gefühl für das Revier bekommen und auch schon einige meteorologische Besonderheiten herausgearbeitet“, berichtet Vorschoterin Tanja Frank.

Für den anstehenden Vergleich greifen die EM-Vierten von 2023 auf ihr bestes Material zurück und hoffen auf eine Platzierung in den Top-10. Selbstvertrauen gibt den beiden das Wissen, „dass wir uns in einem Wettkampf immer steigern können. Während der ‚Competition‘, wenn es darauf ankommt, rufen wir immer unsere beste Leistung ab. Das soll auch hier die zusätzliche Power für ein Top-Ergebnis sein.“

Auch Laura Farese berichtet vom „kältesten Trainingslager der letzten zwei Jahre“. Für die Regatta sieht sie sich mit Vorschoter Matthäus Zöchling dennoch „gut vorbereitet – wir haben gut trainiert. Und wir haben unser bestes Material zur Hand, einzig die Fock werden wir nochmal durchtesten. Wir sind positiv gestimmt, dass wir hier eine erfolgreiche Regatta bestreiten werden.“

Für das Duo vom Union Yacht Club Neusiedlersee geht es gegen 46 Konkurrent:innen – eine mögliche Teilung in zwei Fleets während der Qualifikation könnte für Spannung sorgen.

„Es ist noch nicht beschlossen, ob wir die Rennen gegen die ganze Fleet fahren oder nur gegen die Hälfte. Egal wie die Entscheidung ausfällt, wir müssen darauf richtig adaptieren – sowohl beim ‚Decision Making‘ im Rennen als auch an der Startlinie. Das ist unser wichtigster Event in diesem Jahr. Wir werden alles unternehmen, um erfolgreich abzuschneiden.“

49er-EM: Neue Rümpfe startklar

Österreichs 49er-Equipe übersiedelte gleich im Anschluss an den Weltcup vor Hyères nach La Grande-Motte. Die ersten Tage wendeten sowohl Benjamin Bildstein/David Hussl als auch Keanu Prettner/Jakob Flachberger dafür auf, um jeweils einen neuen Rumpf rennfertig zu bekommen.

„Wir haben hier eine Halle zur Verfügung gestellt bekommen. Darin haben wir drei Tage lang sämtliche Systeme in den neuen Rumpf eingebaut. Die erste Ausfahrt war dann auch sehr gut. Es hat alles auf Anhieb funktioniert – wir sind happy damit“, berichtet Vorschoter Benjamin Bildstein. Sorgen bereitet den EM-Dritten von 2023 ihr beim Weltcup letzte Woche zu Schaden gekommenes Rennsegel.

„Wir können das Segel definitiv nicht mehr verwenden. Dadurch müssen wir unser Set-Up umstellen, ein neues Segel auswählen. Das ist definitiv nicht optimal für die Vorbereitung auf die Europameisterschaft. Gottseidank haben wir während des Winters etliches getestet, so dass wir hier bei der Auswahl nicht von null anfangen mussten. Insgesamt sind wir zuversichtlich, in der kurzen Zeit eine gute Lösung gefunden zu haben“, weiß Vorschoter David Hussl.

Die Olympiazehnten von 2021 wollen bei den kontinentalen Titelkämpfen „vorne reinfahren, das ist unser Ziel. Es wird ganz stark darum gehen, dass wir unsere Prozesse in sich richtig und gut umsetzten und diese dann zusammenzufügen. Wenn uns das gelingt, dann sind wir optimistisch, bei der EM ein gutes Ergebnis einzusegeln.“

 

„Change“ für Prettner/Flachberger

Keanu Prettner und Jakob Flachberger haben ebenfalls eine neue Plattform im Einsatz. „Uns ist der ‚Change‘ gut gelungen, das Set-Up gemeinsam mit Mast und Segel fühlt sich vielversprechend an. Wir sind damit in den ersten kleinen Einheiten sehr gut unterwegs gewesen. Vor allem bei Leicht- und Mittelwind ist unser neues Boot schon sehr gut austariert – mal schauen, wann es dann erstmals auch bei Starkwind im Einsatz ist“, erklärt Steuermann Keanu Prettner.

Für die 49er-Konkurrenz haben insgesamt 70 Boote genannt, bis auf einer kleinen Ausnahme ist die gesamte Elite der männlichen Skiff-Klasse am Start. Am Ende der Regatta wollen die beiden Athleten vom Union Yacht Club Wolfgangsee „im Spiel um die Olympia-Nominierung“ aufgezeigt haben. „Das ist im Endeffekt unser großes Ziel. Wir wissen, dass dafür ein sehr gutes Ergebnis hermuss – realistischerweise wohl ein Resultat unter den Top-6. Das ist schwierig, aber machbar. Wenn wir gut segeln, dann kommt das Ergebnis von selber“, so der Salzburger.

470er-EM vor Cannes

300 Kilometer östlich von La Grande-Motte liegt Cannes – und dort werden ab Dienstag die Europameisterschaften in der olympischen 470er-Klasse ausgetragen. Auch in der Mixed Dinghy-Disziplin ist die EM die letzte große Regatta vor den olympischen Spielen.

„Die Europameisterschaft ist für uns gleichzeitig die Olympia-Generalprobe. Wir werden hier noch ein paar Kleinigkeiten testen – da geht es speziell um unsere Kommunikation an Board. Insgesamt wollen wir in unseren Leistungen konstanter werden: In Hyères hat am Ende eine Wettfahrt darüber entschieden, dass wir vor dem Medal-Race keine Chance mehr auf eine Medaille hatten. Dafür müssen wir intelligenter segeln – es braucht ein gesundes, kein dummes Risiko. Wir wollen bei der EM bis zum letzten Rennen eine Chance auf eine Medaille haben“, sagt Steuerfrau Lara Vadlau.

Die offen geführten kontinentalen Titelkämpfe sieht mit Rosa Donner/Niklas Haberl auch noch ein zweites österreichisches Boot am Start. Die rot-weiß-roten Talente nennen das „Erreichen der Goldflotte“ als Ziel. „Unser Fokus liegt definitiv auf den Starts, die haben zuletzt nicht so funktioniert. Wir brauchen gute Starts, eine gute Nachstartphase. Wenn uns das gelingt, dann können wir das Rennen mitgestalten“, weiß Rosa Donner.

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