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Historischer Tag für Judo Austria

Samstag, 4. Mai 2024 / Paris 2024

v.l.: Physiotherapeutin Corinna Kasper, Wachid Borchashvili, Lubjana Piovesana, Michaela Polleres, Headcoach Yvonne Snir-Bönisch, Nationalcoach Jaromir Jezek. Foto (c) Judo Austria
 

Ein Bild, das man so noch nie gesehen hat: Österreich und die Schweiz führen nach dem zweiten Wettkampftag des Grand-Slam-Turniers in Dushanbe (TJK) die Nationenwertung mit je zweimal Gold und einmal Silber an.

Nach den beiden souveränen Erfolgen der top-gesetzten Lubjana Piovesana (-63) und Michaela Polleres (-70) rundete Wachid Borchashvili (-81) das Team-Ergebnis mit Silber ab.

"Ein historischer Tag für Österreich, einfach verrückt. Alle haben sensationell gekämpft", jubelten Headcoach Yvonne Snir-Bönisch und Sportdirektor Markus Moser unisono.

 

Kurs auf Olympia-Setzung

Medaille Nummer 1, Gold: Der Finalblock hätte aus österreichischer Sicht nicht besser beginnen können: Lubjana Piovesana (-63) setzte sich im Finale um Gold gegen Dali Liluashvili (AIN) mit Waza-ari durch. Die entscheidende Wertung gelang mit einem Seoi-nage. Es war nach dem Triumph in Baku Mitte Februar bereits der zweite Grand-Slam-Sieg für die Austro-Britin.

Zur Erinnerung: Mit Beginn letzten Jahres hatte die 27-Jährige nach zweijähriger Wettkampfpause erstmals für Österreich gekämpft, im IJF-Ranking jenseits der 100, jetzt gehört Piovesana mit den 1.000 Punkten von Tadschikistan erstmals zu den Top-10 der Weltrangliste und hat den Startplatz für Olympia in Paris längst sicher. Selbst ein Platz in der olympischen Setzliste der Top-8 scheint mit einem weiteren starken Resultat bei der WM in Abu Dhabi (19. bis 24. Mai) möglich.

"Ich bin stolz, binnen weniger Wochen 2 Grand-Slam-Titel gewonnen zu haben und ich freue mich über meine momentane Konstanz", strahlte die Wahl-Vorarlbergerin.

„Lubjana hatte einen geradezu perfekten Tag, kam eigentlich nie in Gefahr zu verlieren und hat verdient gewonnen. Unglaublich, welchen Leistungssprung sie in den letzten Monaten gemacht hat. Die Finalleistung war sensationell, sie war klar besser und hat mit einem ihrer Spezialtechnik eine lupenreine Wertung erzielt. Super gemacht, erst recht, wenn man bedenkt, dass Lubjana letzte Woche bei der EM knapp an Bronze vorbeigeschrammt ist“, schwärmte Sportdirektor Markus Moser.

Auf dem Weg ins Finale hatte Piovesana, seit knapp vier Jahren mit Nationateam-Kollege Laurin Böhler liiert, Eter Askilashvili (GEO), Kamila Badurova (AIN) und die EM-Dritte Savita Russo (ITA) ausgeschaltet.

Drittes Grand-Slam-Gold

Medaille Nummer 2, Gold: Zweiter Finalkampf mit rot-weiß-roter Beteiligung, zweiter ÖJV-Sieg. Olympia-Silbermedaillengewinnerin Michaela Polleres (-70) wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und gewann mit einem Finalerfolg über die EM-Dritte bzw. Vize-Weltmeisterin von 2022 Lara Cvjetko (CRO), ihres Zeichens die Nummer 7 der Welt, Gold Nummer zwei für Österreich.

Die 26-jährige Niederösterreicherin siegte vorzeitig (3:36 Minunten Netto-Kampfzeit) mit zwei Waza-ari-Wertungen (Ura-nage, Kontertechnik). Es war nach Antalya am 30. März der zweite Grand-Slam-Sieg hintereinander und der dritte insgesamt (Taschkent 2023).

"Ein starker Tag für Österreich und eine richtig gute Leistung von mir. Es fühlt sich gut, die EM ausgelassen und stattdessen für Olympia trainiert zu haben. Alles, was wir zuletzt trainiert haben, hat heute funktioniert. Jetzt kann die WM kommen", jubelte Österreichs Nummer eins.

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Key Facts Paris 2024

Zeitraum26.07.2024 - 11.08.2024
Sportarten32
Nationen206
Athlet:innen gesamt10.500

Angstgegnerin besiegt

„Eindeutiger hätte das Finale nicht sein können. Michaela war jederzeit souverän und hat klar dominiert. Auch das dritte Shido für Cvjetko wäre nur mehr eine Frage der Zeit gewesen. Super gemacht, damit ist Michaela sowohl bei der WM als auch bei Olympia fix gesetzt“, meinte ÖJV-Sportdirektor Markus Moser.

Insgesamt ist Michaela Polleres auf der World-Tour seit nunmehr zehn Kämpfen ungeschlagen. Auf dem Weg ins Finale am Samstag schlug sie Gabriella Willems (BEL), Szabina Gercsak (HUN) und Anka Pogacnik (SLO). Gegen die Slowenin hatte Polleres zuvor nicht weniger als sechsmal in Folge verloren. Moser: „Dieser Sieg hat Michaela moralisch natürlich sehr gut getan.“

Borchashvili legt Silber drauf

Medaille Nummer 3, Silber: Wachid Borchashvili musste sich nur im Finale dem japanischen Shooting-Star Yoshito Hojo mit Ippon nach Festhaltegriff geschlagen geben. Zuvor hatte der jüngere Bruder von Olympia-Bronzemedaillengewinner Shamil Borchashvili Mohamed Rebahi (QAT), Tomas Morales (ARG), Zaur Dvalashvili (GEO) und Timo Cavelius (GER) ausgeschaltet.

"Nach einem halben Jahr stehe ich wieder am Podium, das tut gut richtig gut. Es war ein toller Tag für Österreich, ein toller Tag für mich. Es ist meine erste Silbermedaille auf der World Tour", freute sich der 25-jährige Oberösterreicher.

„Wachid hat toll gekämpft und darf sich über 700 Weltranglistenpunkte freuen. Nur im Finale war nichts zu holen, Hojo war eine Klasse für sich. Das muss man neidlos anerkennen“, meinte ÖJV-Sportdirektor Markus Moser. Nachsatz: „Was für ein unglaublicher Tag für uns – das gab’s wirklich noch nie! Und jetzt führen wir sogar in der Nationenwertung – vor Judo-Großmächten wie Frankreich, Kanada oder Japan.“

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