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Schlappe für ÖSV-Herren

Sonntag, 8. Dezember 2019

Die Lücke, die Macel Hirscher im Riesentorlauf hinterlassen hat, ist groß. In Beaver Creek war Speed-Ass Matthias Mayer mit Rang 19 und 3,88 Sekunden Rückstand auf Sieger Tommy Ford (USA) bester Österreicher.

Hinter dem 30-jährigen Ford platzierten sich mit Henrik Kristoffersen (+0,80) und Leif Kristian Nestvold-Haugen (+1,23) zwei Norweger. Während beim Saisonauftakt Ende Oktober in Sölden mit Manuel Feller als Zwölftem noch ein Österreicher zumindest in die Nähe der Top-10 kam, gab es diesmal das zweitschlechteste RTL-Ergebnis der ÖSV-Geschichte.

Feller ist mittlerweile mit einem Bandscheibenvorfall außer Gefecht und seine Teamkollegen fuhren der Konkurrenz hinterher. Eine Nebelbank im Mittelteil und Schneefall am Ende des Rennens bremste nicht nur Matthias Mayer. Dennoch konnte sich der 29-jährige Kärntner in der Entscheidung vom 23. Zwischenrang wenigstens noch um vier Positionen verbessern und war der einzige Lichtblick aus rot-weiß-roter Sicht.

Zehntbeste Laufzeit von Mayer als Lichtblick

Im zweiten Durchgang war Mayer immerhin die zehntbeste Laufzeit gelungen. „Für meine Verhältnisse habe ich eine ganz solide Leistung gebracht. Mir taugt es im Moment Riesentorlauf zu fahren“, meinte der Olympiasieger in der Abfahrt (2014) und im Super-G (2018) im ORF-Interview. Mayer war in Sölden als 15. noch zweitbester österreichischer RTL-Läufer. Er behält auch seine Führung im Gesamtweltcup.

Roland Leitinger wurde als 21. (+3,94) zweitbester Österreicher. Auch er kam mit der schlechten Bodensicht im zweiten Durchgang nicht zurecht. „Es sind derzeit nur ganz kleine Schritte, die ich im Moment mache. Wo ich die Zeit im zweiten Durchgang liegen gelassen habe, ist mir nicht ganz klar“, sagte der 28-jährige Salzburger.

Marco Schwarz, der im ersten Durchgang zu verhalten gefahren war und als zweitbester Österreicher auf dem 19. Platz gelandet war, konnte auch im finalen Lauf nicht überzeugen und viel als 25. (+4,28) nochmals um sechs Ränge zurück. Der 25-jährige Tiroler Dominik Raschner ging im zweiten Durchgang als erster Österreicher ins Rennen und wurde schließlich 28. und letzter klassierter Läufer (+5,18). Die heimische RTL-Hoffnung Stefan Brennsteiner war bereits im ersten Durchgang auf dem Innenski wegrutscht und ausgeschieden.

Mit dem schlechten Abschneiden von Sonntag ist eine stolze Serie des ÖSV in Beaver Creek gerissen. Bei den letzten zwölf Riesenslaloms fuhr jedes Mal ein Österreicher auf das Podest. Mario Matt wurde im Jahr 2007 Zweiter, Benjamin Raich gewann im Jahr 2008 und wurde 2009 Zweiter. Bei den letzten neun Riesenslaloms in Vail/Beaver Creek holte der Anfang zurückgetretene Marcel Hirscher jedes Mal einen Top-3-Platz. Der Salzburger hat mit seinem Ausscheiden eine schmerzlich große Lücke im Riesentorlauf hinterlassen.

Puelacher bittet um Geduld

Herren-Cheftrainer Andreas Puelacher war im ORF-Gespräch die Enttäuschung ins Geschicht geschrieben. „Wir haben uns auf alle Fälle mehr erwartet. Wir waren heute auf dem Hang nicht präsent“, sagte der Tiroler, „ich war im Prinzip nur mit Matthias Mayer zufrieden. Aber wir sind noch sehr weit weg, da haben wir noch einiges vor uns.“

Puelacher bat gleichzeitig um Geduld: „Ich habe schon vor der Saison gesagt, wir brauchen sicher bis Mitte der Saison, bis wir konkurrenzfähig sind, sprich unter die ersten Zehn fahren können. Wenn wir einen Manuel (Feller, Anm.) dabei gehabt hätten, wäre er sicher vorne reingefahren davon bin ich überzeugt. Aber wir arbeiten hart weiter. Wir müssen Konstanz und Sicherheit reinbringen, dann sind wir wieder vorne dabei.“

Der Weltcup kehrt nach den Nordamerika-Rennen nach Europa zurück, wo nächsten Samstag (9.30 Uhr, live in ORF1) in Val d’Isere bereits der nächste Riesentorlauf auf dem Programm steht.

 

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