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"Wir sind ratlos!"

Donnerstag, 4. Juli 2019

Die Entscheidung scheint gefallen: Das jetzige Linzer Stadion auf der Gugl samt der 400m Laufbahn und allen Leichtathletik-Anlagen - Österreichs einzige Leichtathletik-Anlage mit IAAF-Status 1 - soll einem reinen Fußballstadion für den LASK weichen. „Wir können nicht glauben, was hier passiert, in den Jahren 2010 bis 2012 ist das Stadion noch um 33 Millionen Euro saniert worden“, gibt sich ÖLV-Generalsekretär Helmut Baudis überrascht.  „Am vergangenen Wochenende haben wir auf der Gugl unsere Nachwuchs-Meisterschaften durchgeführt und es scheinen die letzten gewesen zu sein. Die jetzige Vorgangsweise passt so gar nicht zur starken Unterstützung durch das Land Oberösterreich in den letzten Jahren. Wichtige Vorhaben im Wettkampfbereich zur Stärkung der Nachwuchs-Leichtathletik, zum Beispiel die Abhaltung einer U23- oder U20-EM in Linz, sind damit für immer passé. Und auch die vorbildlichen Trainingsmöglichkeiten und die Anbindung an das Olympiazentrum sind schlagartig für unsere Sportart deutlich eingeschränkt.“

 

ÖLV-Präsidentin Sonja Spendelhofer betont: „Das Land Oberösterreich war immer ein großer Förderer der Leichtathletik. Deswegen sind wir  ratlos, wie jetzt ein nachhaltiger Schaden für die Leichtathletik abgewendet werden kann. Es braucht in der Leichtathletik-Hochburg Linz eine staatsmeisterschaftstaugliche Anlage und gute Trainingsstätten für unsere Vereine und Top-Athleten. Wir ersuchen dringend um konstruktive Gespräche.“

 

Bei den Athleten überwiegt die Enttäuschung. "67 Jahre lang war die Gugl die Heimstätte der oberösterreichischen Leichtathletik-Szene, die Gugl Games zwischen 1988 und 2008 waren legendär. Ich hatte noch das Glück, selbst drei Mal am Start sein zu dürfen", erinnert sich ÖLV-Diskus-Rekordhalter Lukas Weißhaidinger. „Obwohl ich seit einigen Jahren in Niederösterreich lebe und trainiere, bricht es mir das Herz, wenn ich sehe, wie hier in Linz vorgegangen wird. Ich habe einen Teil meiner Karriere hier verbracht und habe bis zu den Olympischen Spielen 2012 auf der Gugl trainiert. Ohne diese Sportstätte hätte ich mich damals bestimmt nicht als jüngste Olympiateilnehmerin für die Spiele in London qualifiziert und meine Karriere wäre auch bestimmt nicht so erfolgreich verlaufen. Ich bin einfach schockiert“, meint die mehrfache EM- und WM-Medaillengewinnerin Ivona Dadic.

 

 

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