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Trio in den Top-10 der WM

Freitag, 1. März 2024
 

Von Freitag Sonntag gehen in der „Emirates Arena“ von Glasgow (GBR) die 19. Leichtathletik Hallen-Weltmeisterschaften über die Bühne. Am Freitagabend schafften alle drei ÖLV-Athlet:innen in ihren Bewerben eine Top-10-Platzierung. Mehrkämpferin Verena Mayr beendete ihr Hallen-WM-Debüt als sensationelle Fünfte, Susanne Gogl-Walli zog ins Finale über 400m ein und auch Markus Fuchs performte mit Platz zehn und neuer PB hervorragend.

Mayr krönt Comeback

Im abschließenden 800m-Bewerb zählt Mayr bei jedem Mehrkampf zu den Besten, eine Rangverbesserung war also durchaus noch wahrscheinlich. Nach einem intensiv geführten Lauf mit vielen Rangeleien blieb die Uhr für die Staatsmeisterin nach 2:14,31 Minuten stehen, was nocheinmal 903 Punkte einbrachte. Vor fünf Jahren belegte die Oberösterreicherin bei der Hallen-EM in Glasgow Platz sechs, nun gelang ihr an selber Stelle mit 4.466 Punkten bei der Hallen-WM Rang fünf, was nach der langen Leidenszeit als Sensation betrachtet werden kann. Hinzu kommen wichtige 80 Bonuspunkte für das World-Ranking.

Den Sieg holte sich Titelverteidigerin Noor Vidts (BEL) in neuer Jahresweltbestleistung von 4.773 Punkten, Rang zwei ging mit nationalem Rekord von 4.677 Punkten an Saga Vanninen (FIN), Bronze holte Sofie Dokter (NED) mit 4.571 Punkten.

„Vor einigen Monaten hätte ich nicht überhaupt nicht gedacht heute hier bei der WM dabei sein zu können, daher war schon die Teilnahme genial. Ein fünfter Platz ist natürlich richtig cool, vor allem mache ich damit für die EM- und Olympiaquali richtig viele Punkte. Im Weitsprung war das Einspringen sehr gut, da habe ich dann beim Wettkampf etwas die Handbremse angezogen, weil ich nicht übertreten wollte, hier hätte ich mir mehr zutrauen und riskieren sollen. Beim 800er bin ich gleich zu Beginn etwas untergegangen und habe viel auf Bahn 2 laufen müssen, es war Innen einfach kein Platz, das hat viel Kraft gekostet. Aber ich bin über den Wettkampf und meine Platzierung richtig glücklich, mit dem hätte ich niemals gerechnet“, so Mayr.

Gogl-Walli nach Protest im Finale

Mit einem starken Vorlauf mit neuem ÖLV-Rekord von 51,43 Sekunden hatte sich Susanne Gogl-Walli über 400m gleich bei ihrer ersten Hallen-WM souverän für das Halbfinale qualifiziert. Sie wurde diesmal auf die nicht optimale Bahn 3 gelost, zeigte sich davon aber nicht beeindruckt. Nach 200m lagen gleich mehrere Athletinnen nebeneinander und es kam zu viel Körperkontakt, Gogl-Walli konnte sich aber durchsetzen und ging auf Platz drei, der zum Einzug ins Finale notwendig war, in die letzte Runde. 

Eingangs der Schlusskurve attackierte Sharlene Mawdsley (IRL) aber noch einmal, ging an der Oberösterreicherin vorbei und zog so unvermittelt nach innen, dass die Linzerin abbremsen musste und fast zum Stillstand kam. Damit war das Rennen für die letztjährige Vierte der Hallen-EM in Istanbul gelaufen und eine gute Zeit dahin. Mit 52,47s kam die 27-Jährige aber trotz aller Schwierigkeiten noch auf Rang vier in diesem Lauf, nur 31 Hundertstel hatten auf das Finale gefehlt.

Der ÖLV legte nach dem Lauf Protest gegen die Wertung ein, dem dann auch stattgegeben wurde. Sharlene Mawdsley wurde disqualifiziert und Susanne Gogl-Walli rückte somit auf den dritten Rang vor und ist für das Finale am Samstag qualifiziert. Sie startet um 22 Uhr (MEZ) auf Bahn 1 in ihr erstes WM-Finale.

„Von meinem Gefühl her war das nicht ganz fair was die Irin gemacht hat, sie hat mich zu stark geschnitten. Es hat sich einfach falsch angefühlt was passiert ist und war sicher mehr als in einem Rennen normal ist. Ich freue mich sehr über den Finaleinzug, das ist richtig genial. Der heutige Tag war körperlich und mental sehr anstrengend, aber ich werde versuchen mich gut zu erholen und morgen noch einmal alles geben“, so Gogl-Walli.

Hauchdünn am Finale vorbei

Der Vorlauf über 60m war für Sprinter Markus Fuchs mit langem Warten und etwas Zittern verbunden gewesen, er schaffte es aber über die Zeitregel erstmals ins Semifinale einer WM. Hier wollte der Niederösterreicher bei seiner zweiten Hallen-WM nach Belgrad 2022 richtig angreifen und in Richtung PB laufen. 

Mit einem großartigen Start schaffte sich der vielfache Staatsmeister eine tolle Ausgangsposition, nach 40m lag er nur knapp hinter Ex-Weltmeister Christian Coleman (USA), der mit 6,43s die Jahresweltbestleistung egalisierte, auf Rang zwei. Auf den letzten Metern gingen noch zwei Konkurrenten an Fuchs vorbei, der aber mit 6,58s seine persönliche Bestleistung von der letztjährigen Hallen-EM um eine Hundertstel verbesserte und damit nur um zwei Hundertstel über dem ÖLV-Rekord blieb.

Insgesamt reichte das zum starken zehnten, für den Einzug ins Finale wären 6,56s notwendig gewesen, es fehlte also nicht viel. Damit war der 28-Jährige auch drittschnellster Europäer, was für die Freiluftsaison mit der EM in Rom Hoffnung auf mehr macht.

„Ich bin mit einer unglaublichen Form und Leichtigkeit hergekommen. In der Früh konnte ich das noch nicht ganz zeigen, aber ich hatte so einen Lauf immer im Hinterkopf. Jetzt bin ich einfach unglaublich stolz unter den zehn besten Sprintern der Welt zu sein. Es war eine Entwicklung Step-by-Step über viele Jahre, und bei der nächsten Hallen-WM möchte ich dann im Finale stehen. Denn natürlich ist auch ein wenig ein weinendes Auge dabei, wenn man das Finale so knapp verpasst. Aber es war ein unglaubliches Rennen und ein richtig geiles Gefühl in einem WM-Semifinale so gut zu laufen. Jetzt will ich auf dieser genialen Hallensaison aufbauen und draußen mein nächstes ganz großes Ziel, über 100m unter 10 Sekunden zu laufen, angreifen und realisieren“, sagte Fuchs.

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