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„Nicht nachvollziehbar“

Sonntag, 9. Juni 2024
 

Am Sonntag waren alle Augen auf Prag (CZE) gerichtet. Im Rennen der letzten Olympia-Chance ging es im Kajak-Cross-Bewerb für die Damen und die Herren um die jeweils verbleibenden drei Quotenplätze für die Olympischen Spiele in Paris 2024. In einem hochkarätigen Teilnehmer:innenfeld kämpften Österreichs Wildwasser-Asse Viktoria Wolffhardt und Mario Leitner gegen jeweils 41 Kolleg:innen um ihre letzte Chance, jedoch vergebens. Alle Bemühungen halfen nichts. Das Duo, das mit Wettkampfrichter:innenentscheidungen haderte, verpasste am Ende die Kajak-Cross-Qualifikation für die Olympischen Spiele.

Viktoria Wolffhardt meisterte ihre erste Hürde beim für die Olympischen Spiele alles entscheidenden Kajak-Cross in Prag und musste in der ersten Runde nur Lois Leaver (GBR) den Vortritt lassen. Nach einem starken Finish stieg die Niederösterreicherin als Zweite ihres Heats direkt in das Achtelfinale auf. Auch dort behielt die 29-Jährige einen kühlen Kopf, zeigte sich im Kurs abgebrüht sowie clever und sicherte sich mit Rang zwei hinter der Tschechin Veronika Vojtova souverän das Ticket für das Viertelfinale. Dort sollte für Wolffhardt jedoch Endstation sein. Die Österreicherin kam zwar als Zweite ins Ziel, doch nach dem Rennen wurde ein Fehler gewertet, sodass sie auf Rang vier zurückrutschte.

„Ich war mit meiner Leistung vom ersten Lauf bis zum Viertelfinale sehr zufrieden. Ich habe den Lauf als Zweite beendet. Da haben mir im ersten Moment schon viele gratuliert und ich habe mich echt gefreut. Dann haben sie mir nach dem Videostudium noch einen Fehler aufgebrummt. Für uns war das nicht nachvollziehbar, haben uns das auch oft angeschaut“, sagt Wolffhardt, die bereits nächste Woche in Krakau wieder beim Weltcup am Start stehen wird. Bei einer Abwärtskombination hatte die Niederösterreicherin den Ballon mit dem Paddel auf die Seite geschlagen, laut nachträglichem Richterentscheid war dabei der Kopf außerhalb der imaginären Linie. „Wir können es nicht ändern und müssen es akzeptieren. Ich bin gute Rennen gefahren, obwohl ich in den letzten Jahren nicht viel Cross trainiert habe. Ich bin den meisten Zweikämpfen aus dem Weg gegangen und bin taktisch sehr gut gefahren. Man lernt mit jedem Wettkampf dazu.“

Große Enttäuschung

Für ihren Teamkollegen Mario Leitner sollte der Tag von Anfang an nicht nach Wunsch verlaufen. In einer turbulenten ersten Runde wurde der Kärntner auf Rang drei gereiht und verpasste damit den direkten Aufstieg ins Achtelfinale. Auch in der Hoffnungsrunde bliebt der 27-Jährige glücklos, belegte erneut Rang drei und schied frühzeitig aus dem Kampf um die verbleibenden drei Quotenplätze für die Olympischen Spiele aus. Für den EM-Silbermedaillengewinner im Kajak-Slalom war der Kajak-Cross-Bewerb in Prag die letzte Möglichkeit, um sich für Paris 2024 zu qualifizieren. „Extrem bitter. Ich bin richtig enttäuscht. Ich habe das so nicht erwartet, dass ich nicht über die ersten beiden Runden hinwegkomme. In der ersten Runde war ich schon weiter, dann habe ich nachträglich einen Fehler zugeschrieben bekommen – ich habe mich vor dem Start ein wenig nach hinten gelehnt, das darf man scheinbar zu diesem Zeitpunkt nicht mehr. In der Hoffnungsrunde bin ich gut weggekommen, habe dann aber falsche Entscheidungen getroffen und wurde am Ende noch überholt. Das war einfach Pech“, zeigt sich Leitner enttäuscht und ergänzt: „Es hilft jetzt nicht. Ich hatte bislang eine sehr gute Saison und habe schon zwei EM-Medaillen (Anm.: Einzel und Team). Jetzt gilt es, das heutige Rennen abzuhaken und den Fokus auf den kommenden Weltcup in Krakau zu legen.“

Felix Oschmautz und Corinna Kuhnle haben ihr Olympia-Ticket in einem internen Qualifikationsprozess bereits bei der Europameisterschaft in Tacen (SLO) gelöst und können neben dem Slalom in Paris auch im Kajak-Cross an den Start gehen. Das Duo wird am kommenden Wochenende den Weltcup in Krakau auslassen und ordnet alles der bestmöglichen Olympia-Vorbereitung unter.

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