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"Olympia ist das Größte"

Montag, 22. Juni 2020

In ruhigem Wasser paddelt man am besten. Von ruhig kann bei Viktoria Schwarz und Ana Roxana Lehaci aktuell keine Rede sein, bei Österreichs Vorzeige-Kanutinnen geht es trotz unsicherer Saisonplanung ordentlich zur Sache. 

Zuerst die turbulente Heimreise aus Australien aufgrund der Coronavirus-Pandemie, dann die Verschiebung der Olympischen Spiele auf 2021. Zudem muss sich das Duo erst für die Spiele in Tokio qualifizieren.

Saison-Planung durcheinandergewürfelt

„Es war schon eine Achterbahnfahrt, denn wir hatten Anfang des Jahres eigentlich ein großartiges Trainingslager in Australien. Dann kam die Coronavirus-Pandemie und hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Du trainierst so hart und dann finden keine Wettkämpfe statt“, schnauft Schwarz durch. Lehaci fügt an: „Aber es nutzt nichts, das Training ist ja nicht gänzlich umsonst. Die Grundlage braucht man ohnehin.“

Im Mai wäre die Olympia-Quali auf dem Programm gestanden, diese wurde auf Mai 2021 verschoben. Ob und wann in dieser Saison noch Wettkämpfe stattfinden können, steht noch in den Sternen. Die WM wurde auf September verschoben, Ende Juni soll eine endgültige Entscheidung fallen.

Neue Impulse auf dem Weg nach Tokio

„Wir trainieren einfach so gut es geht. Im Olympiazentrum Oberösterreich und im Regattazentrum Linz-Ottensheim haben wir die besten Voraussetzungen dafür“, meint Schwarz, die sich bereits auf das Training mit Coach Stjepan Janic freut: „Nächste Woche kommt er aus Slowenien zu uns. Da werden wir sicher wieder neue Impulse setzen.“

Neue Impulse werden auch auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Tokio wichtig sein. Schwarz/Lehaci haben diesem Ziel in den vergangenen Monaten alles untergeordnet, dann kam Corona und die Verschiebung. „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Wir wollen bei Olympischen Spielen gemeinsam mit den besten Kanutinnen der Welt an den Start gehen. Das ist und bleibt das große Ziel“, sagt Lehaci.

„Olympia ist das Größte“

Auf Olympische Spiele angesprochen leuchten die Augen des Power-Duos. „Olympia ist das Größte in einer Sportler-Karriere“, sagt Lehaci. Schwarz, die ihre vierten Spiele in Folge anpeilt, fügt hinzu: „Die Spiele finden nur alle vier Jahre statt, das macht sie so besonders.“ Die 34-jährige Oberösterreicherin hat eine besondere Beziehung zu den Olympischen Ringen.

Mit zarten 23 Jahren startete sie in Peking erstmals bei Olympia, damals noch gemeinsam mit Yvonne Schuring. „An die ersten Spiele habe ich die schönsten Erinnerungen. Das Flair in Peking war einzigartig, es war alles neu für mich.“ Inzwischen zählt Schwarz zu den routinierten Athletinnen im Olympic Team Austria.

Tokio das große Ziel

Als solche kann sie auch die Strecke in Tokio gut einschätzen. Beim Test-Event belegten Schwarz/Lehaci den guten fünften Platz. „Es ist eine Salzwasser-Strecke, relativ gut zu fahren. Das Wasser ist ‚weich‘, das liegt uns, da die Kraft-Komponente nicht so entscheidend ist. Beim Test herrschte Seitenwind, wodurch die Bahnen an der Tribüne einen Vorteil hatten. Laut den Berichten ist das aber nicht immer so, daher muss man abwarten. Alles in allem ist es eine sehr schöne Strecke.“

Von Tokio ist das Duo generell angetan. „Wir lieben die asiatische Küche“, lacht den beiden das Herz. „Rund um das Test-Event konnten wir die Stadt besichtigen und haben uns sofort wohl gefühlt. Das ist eine weitere Motivation für die Qualifikation.“ 

 

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