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ÖSV-Trio nutzt Gunst der Stunde

Sonntag, 5. März 2023

Österreichs Damen nutzten am Sonntag die Gunst der Stunde in Kvitfjell (NOR) und holten den ersten Dreifachsieg in einem Super-G seit Dezember 2005!

In einem von besser werdenden Wetterbedingungen beeinflussten Rennen gewann Nina Ortlieb mit einem Vorsprung von 0,12 Sekunden auf ihre Teamkollegin Stephanie Venier und feierte ihren zweiten Weltcup-Sieg. Den dritten Rang belegte Franziska Gritsch (0,38), die erstmals in dieser Disziplin auf dem Podest landete. Ortlieb fuhr mit Startnummer 31, Venier mit 29 und Gritsch mit 26.

Die ersten Läuferinnen hatten noch mit wesentlich mehr Schneefall und daher einer langsameren Spur zu kämpfen. Beste von den „gehandicapten“ Damen wurde die Italienerin Sofia Goggia, die mit Startnummer 16 ins Rennen gegangen war, auf Rang vier (+0,69). Ab Nummer 25 änderten sich die Verhältnisse allerdings radikal. Bei besserer Sicht und wesentlich schnellerer Spur wurde das Ergebnis des vorletzten Super-G der Saison noch völlig auf den Kopf gestellt.

Kampf um Super-G-Kugel

Fünf Athletinnen haben jetzt noch die Chance auf die kleine Kristallkugel, darunter ist Cornelia Hütter, die am Freitag den Super-G gewonnen hatte und diesmal als 14. nur fünftbeste Österreicherin war. Abfahrtsweltcup-Gewinnerin Sofia Goggia wurde mit Startnummer 16 Vierte. Die Italienerin war die einzige Läuferin mit einer derart niedrigen Nummer im vorderen Feld. Die Kärntnerin Nadine Fest kam auf den elften Platz.

Wie Ortlieb darf auch Gritsch als 21. der Spezialwertung noch beim finalen Super-G in Soldeu starten. Insgesamt sind sieben ÖSV-Damen startberechtigt. Ebenfalls dabei sind noch Nicole Schmidhofer, Ramona Siebenhofer, Venier, Mirjam Puchner und Hütter. Für die 30-jährige Steirerin geht es am 16. März in Andorra um die erste kleine Kristallkugel ihrer Karriere. Möglich machten das der Sieg in Kvitfjell und zweite Plätze in Cortina und Lake Louise.

"Es gleicht sich aus"

Für Ortlieb war es der zweite Weltcup-Sieg nach jenem beim Super-G in La Thuile im Februar 2020. Die 26-jährige Abfahrts-Vizeweltmeisterin aus Vorarlberg hatte wie auch Venier und Gritsch bei ihrer Fahrt eine bessere Sicht, weniger Wind und weniger Schneefall als die Top-Läuferinnen mit den vorderen Nummern. „Unglaublich. Aber ich muss ehrlich sagen, dass ich sicher bessere Bedingungen gehabt habe wie die am Anfang. Der Schneefall ist weniger geworden. Das ist mir sehr wohl bewusst“, erklärte die 26-Jährige im ORF-Interview.

„Es gleicht sich aus. Bisschen tut es mir leid, dass es nicht ganz fair für alle war. Für mich war es aber dennoch eine große Steigerung, und ich glaube, wir waren nicht die einzigen mit guten Bedingungen. Gerade ist viel Erleichterung und Freude dabei. Mir ist schon ein Stein vom Herzen gefallen, weil es im Super-G heuer bislang noch nicht gelaufen ist“, sagte die Vorarlbergerin, die mit ihrem Sieg auch noch den Sprung in die Top 25 im Super-G-Weltcup und damit das Ticket für Soldeu geschafft hat.

Für Venier war es das Comeback auf dem Podium nach Crans-Montana im Februar 2020, als sie in der Abfahrt auf den dritten Platz gefahren war. Gritsch hatte vor dem Sonntag im Super-G lediglich ein weiteres Top-30-Resultat zu Buche stehen, war sie doch am Freitag beim Sieg von Hütter Siebente gewesen.

„Ich glaube, dass wir heute schon ziemlich bevorzugt waren vom Wetter her. Ich habe am Start oben gewusst, dass noch alles drinnen ist, weil die ‚Franzi‘ eben kurz vor mir gefahren ist“, erklärte Venier, die erstmals seit sechs Jahren wieder auf einem Super-G-Podest stand. „Es ist Wahnsinn, es tut mal wieder gut“, freute sich die 29-Jährige.

Gritsch hatte bereits am Freitag mit Platz sieben aufgezeigt. Dass es am Sonntag mit ihrem ersten Podestplatz im Super-G klappen würde, hatte aber wohl selbst die 25-jährige Tirolerin nicht gedacht. „Es war einfach nur megacool, so oft ist mir das noch nicht passiert, dass im Ziel der Einser aufleuchtet. Ich muss schon sagen, dass sich bei uns die Sicht aufgetan hat. Ich habe versucht, das wirklich zu nutzen. Ich weiß gar nicht, was ich sonst sagen soll“, sagte Gritsch, die vor Kvitfjell nur ein Top-30-Ergebnis im Super-G zu Buche stehen hatte.

14 Jahre ohne Dreifachsieg

Zum letzten Mal hatten die österreichischen Ski-Frauen am 25. Jänner 2009 bei einem Riesentorlauf in Cortina d'Ampezzo einen Dreifachsieg gefeiert: Kathrin Zettel gewann vor Michaela Kirchgasser und Elisabeth Görgl. Am 4. Dezember 2005 gelang den ÖSV-Damen das letzte Mal ein Dreifachsieg in einem Speed-Rennen. Damals gewann die aktuelle ORF-Expertin Alexandra Meissnitzer vor den Olympiasiegerinnen Andrea Fischbacher und Michaela Dorfmeister.

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