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Biathleten hören auf sein Kommando

Mittwoch, 6. Juli 2022

Österreichs Biathleten hören seit einigen Wochen auf die Kommandos von Vegard Bitnes. Der neue Cheftrainer aus Norwegen setzt auf Teamgeist. „In einem Team gibt es kein Ich, es gibt nur ein Wir. Wir gehen einen gemeinsamen Weg“, betonte Bitnes am Dienstag anlässlich eines Pressetermins bei Leistungstests in Hochfilzen.

Der 39-Jährige folgte Ricco Groß nach, der Deutsche wurde nach einer Olympiasaison ohne Podestplätze nach vier Jahren abgelöst. Seit dem Frühjahr ordnet Bitnes, unterstützt von Kotrainer Ludwig Gredler, die Trainingsplanung neu. Alleingänge gibt es unter seiner Leitung keine. „Wir machen Trainingskurse gemeinsam, trainieren am Stützpunkt gemeinsam.“ Die Trennung in Trainingsgruppen wurde aufgehoben. „Wir sind jetzt eine größere Gruppe. So haben wir viel mehr Kontrolle.“

Höhentrainingslager sind keine vorgesehen, diese werden erst wieder vor Olympia 2026 in Antholz ein größeres Thema. Das und andere Fragen diskutiere man offen aus. „Alle sitzen an einem Tisch. Wir sind uns natürlich nicht immer einig, es gibt Diskussionen, aber wir respektieren verschiedene Meinungen.“ Die Stimmung sei jedenfalls richtig gut, bekräftigte Bitnes, der in Sachen Trainingssteuerung auch mit Ex-Weltmeister Dominik Landertinger zusammenarbeitet.

In seinem Kader ist nach dem Rücktritt von Julian Eberhard aus dem lange Jahre erfolgreichen Männer-Team nur noch Simon Eder mit von der Partie. Der Salzburger wird wie der Cheftrainer im Februar 40 Jahre alt. Außerdem steht Bitnes den ebenfalls bewährten Kräften um Felix Leitner und David Komatz vor. Letzterer und Katharina Innerhofer haben im Frühjahr geheiratet, die Salzburgerin trägt nun den Namen ihres Mannes.

„Sind verdammt gut aufgestellt“

Bitnes lebt seit mehreren Jahren in Ramsau, der Familienvater kennt die Strukturen im Skiverband aus seiner Zeit als Frauen-Trainer von 2016 bis 2019 bestens. Seither war er für die US-Männer verantwortlich. Die Ressourcen im ÖSV seien hervorragend. „Ich denke, wir sind verdammt gut aufgestellt in Österreich.“ Die Nachwuchssituation sei aber – wie in anderen Nationen auch – nicht einfach. „Ich habe den Eindruck, dass alle Länder Herausforderungen haben. Auch Norwegen, natürlich auf einer anderen Skala.“

Bezüglich Nachwuchs müsse man Geduld haben. „Man muss dranbleiben und etwas auf die Beine stellen. Es gibt hier immer wieder Wellen in der Entwicklung, man muss ein bisschen Zeit investieren, um etwas Gutes aufzustellen.“ Die bisherige Arbeit mit dem Weltcup-Team sei jedenfalls vielversprechend. „Die Athleten haben die Trainings sehr gut absolviert“, bilanzierte Bitnes nach den Leistungstests.

Seine Männer seien bisher alle von gesundheitlichen Problemen und Verletzungen verschont geblieben. Allerdings fehlte Eder als nicht infizierte CoV-Kontaktperson am Dienstag.

Neuzugang im Damen-Trainerteam

Dunja Zdouc laboriert an einem hartnäckigen Achillessehnenproblem. Sie und ihre Teamkolleginnen um die Gesamtweltcup-Dritte Lisa Hauser werden unverändert von Markus Fischer als Frauen-Chefcoach betreut. Neu im Stab des Deutschen ist Assistenztrainer Bernhard Pollerus. Der bisher für das Schießen zuständige Gerald Hönig ist mit dem mittlerweile in Slowenien tätigen Groß ausgeschieden. Dunja Christina Rieder hat ihre Laufbahn beendet.

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