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Zielsprint um Kristall

Freitag, 23. Februar 2024

Die Rodelsaison 2023/24 biegt in Sigulda mit einem Doppel-Weltcup auf die Zielgerade. Am bevorstehenden Wochenende wird der Sprint-Weltcup finalisiert, auch hinsichtlich des Gesamtweltcups könnten erste Vorentscheidungen folgen. Der tatsächliche Schlussakt folgt am 2./3. März.

Neben den großen Kristallkugeln für den Sieg im Gesamtweltcup (12 Rennen), werden von der FIL auch kleine Kristallkugeln vergeben. Zum einen für die Disziplinen-Gesamtsieger des klassischen Rodel Weltcups (neun Rennen) zum anderen für den Sieg im Sprint-Weltcup, der in Sigulda in die dritte und letzte Runde geht. Nach den Sprint-Entscheidungen von Lake Placid und Oberhof haben drei Schlitten eine noch weiße Weste. Die Deutsche Julia Taubitz gewann im Einsitzer beide Sprints der Damen, ihr Landsmann Max Langenhan beide Entscheidungen bei den Herren, im Damen-Doppelsitzer sprinteten die Tirolerinnen Selina Egle und Lara Kipp zu zwei Siegen. Auch im Herren-Doppelsitzer hat mit Thomas Steu und Wolfgang Kindl ein ÖRV-Duo im Sprint-Weltcup die Nase vorne. Die Europameister von Igls, die sich seit heuer den Schlitten teilen, führen auch im Gesamtweltcup.

„Der Sturz von vor vier Jahren ist schon noch im Hinterkopf, aber es sind nur ein paar kurze Gedanken, die mir immer vor dem jeweils ersten Trainingslauf durch den Kopf gehen. Angst fährt keine mit, auch wenn die Folgen mit einem offenen Schien- und Wadenbeinbruch schon schmerzhaft waren. Aber wer das Limit ausreizt, riskiert Verletzungen, damit muss man in unserem Job klarkommen. Unser Ziel bleibt der Sieg im Gesamtweltcup, das wäre in Anbetracht unserer ersten gemeinsamen Saison sensationell“, sagt Steu.

Die 1.260 Meter lange und mit 16 Kurven versehene Bahn in Sigulda zählt aufgrund ihrer technischen Raffinessen zu den schwierigsten im Weltcup und galt zuletzt für die ÖRV-Asse als Problemzone. Auf die vorjährige Pleite, wo die Schützlinge von Christian Eigentler im lettischen Eiskanal nach Problemen mit der Abstimmung und Linie, sowie zum Teil heftigen Stürzen im Weltcup, wie auch bei der Europameisterschaft, an den Podestplätzen vorbeigerodelt waren, wurde bei den Einfahrwochen im vergangenen Herbst mit „Extraschichten“ reagiert.

Top-Schlitten neuerlich im Paket

Aufgrund der warmnassen Wetterprognose für das bevorstehende Weltcupwochenende wurde wie zuletzt in Oberhof beschlossen, die Startreihenfolge anzupassen. Im Einsitzer beginnen demnach die Top-5 aus dem Nationencup in umgekehrter Reihenfolge. Es folgen die gesetzten Athlet:innen (Platzierungen 7-12/1-6), anschließend startet - beginnend mit dem Sechstplatzierten aus dem Nationencup -  der Rest des Feldes. Der zweite Lauf, für den sich die Top-20 aus dem ersten Durchgang qualifizieren, wird in umgekehrter Startreihenfolge abgewickelt. Im Doppelsitzer der Herren starten im ersten Lauf die drei Erstplatzierten aus dem Nationencup vorneweg, dann folgen die Gruppen der Gesetzten und zum Schluss die Duos ab Platz vier des Nationencups bis zum Ende. Die Top-18 qualifizieren sich für den zweiten Rennlauf, der in umgekehrter Startreihenfolge abgewickelt wird. Auf Grund des kleineren Teilnehmerfeldes ist im Damen-Doppelsitzer keine Änderung der Startreihenfolge erforderlich. Auch beim Sprint-Weltcup, der den Top-15 aus den klassischen Disziplinen vorbehalten ist, gibt es keine Änderungen.

Sämtliche ÖRV-Schlitten sind aufgrund ihrer Ergebnisse in den drei vorangegangenen Weltcup-Entscheidungen gesetzt. Damit hatten die Junior:innen Dorothea Schwarz und Fabio Zauser, die das Nationalteam vor Ort verstärken, im heutigen Nationencup die Chance weitere Erfahrungswerte zu sammeln. Zauser beendete den Lauf auf Rang neun, Schwarz, die im Training mit starken Zeiten aufhorchen ließ, musste sich nach einem Fehler in der Kurvenkombination 10/11 hingegen mit Rang 17 begnügen.

„Unter der Woche hatten wir perfekte Trainingsbedingungen, der prognostizierte Wetterumschwung an den Renntagen wird der Bahn aber mit Sicherheit zusetzen. Von dem her ist die Anpassung des Startprozederes für mich die definitiv richtige Entscheidung. Die Tatsache, dass die Top-Schlitten innerhalb kurzer Zeit in die Bahn gehen, sorgt für mehr Fairness, das hat die letzte Woche in Oberhof bewiesen. Nachdem wir uns im Vorjahr in Sigulda weit unter Wert verkauft haben, ist eine Wiedergutmachung angesagt. Wir haben gut gearbeitet und wollen wie bereits beim gesamten bisherigen Saisonverlauf auch hier voll anschreiben“, verrät Cheftrainer Eigentler.

Das vorletzte Weltcupwochenende wird am Samstag von den Disziplinenrennen der Damen und Doppelsitzer eröffnet, am Sonntag gehen zunächst die Herren in die Bahn, anschließend folgt das Finale im Sprint-Weltcup.

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