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Semifinale verpasst

Samstag, 11. Mai 2024

Vor ausverkauftem Haus verpassten am Freitag Joel Schwärzler und Gerald Melzer bei den Danube Upper Austria Open powered by SKE (5.–12. Mai) den Aufstieg in das Semifinale in Mauthausen. Während Melzer trotz Niederlage gegen Jozef Kovalik (SVK) ein beeindruckendes Comeback im ersten Satz zeigte, war für Lokalmatador Schwärzler der Bulgare Dimitar Kuzmanov am heutigen Tag eine Nummer zu groß.

Knapp 600 Besuchende drückten dem Lokalmatador und Nummer eins im ITF Junior Ranking auf dem Center-Court die Daumen und hofften auf eine Fortsetzung des Erfolgslaufes des 18-Jährigen. Doch der Bulgare Dimitar Kuzmanov, der am Vortag Lukas Neumayer aus dem Turnier geworfen hatte, verfolgte andere Pläne und zeigte sich erneut solide. Am Ende sorgte der Bulgare mit 6:2 und 6:3 für klare Verhältnisse und trifft nun im Semifinale auf Melzer-Bezwinger Jozef Kovalik (SVK). „Es war ein intensives Match. Das Ergebnis schaut zwar sehr klar aus, aber so einfach war es nicht. Ich fühle mich aktuell einfach sehr wohl und kann meinen Spielplan gut umsetzen. Das Turnier taugt mir, der Rahmen ist hier einfach perfekt. Meinen nächsten Gegner (Anm.: Jozef Kovalik) kenne ich seit vielen Jahren. Heuer haben wir schon ein Vier-Stunden-Match gespielt. Ich freue mich darauf“, so der 30-jährige Bulgare.

Nach zwei Siegen, einem Tennisfest am Donnerstag inklusive, konnte Joel Schwärzler in seinem zweiten Viertelfinale auf der ATP-Challenger-Tour gegen Kuzmanov nicht an seine Leistung vom Vortag anschließen. „Ich bin riesig enttäuscht, denn ich habe mir mehr erwartet. Dimitar hat sein Spiel von Anfang bis zum Ende durchgezogen. Er hatte viel Flugbahn in seinen Schlägen, damit bin ich heute gar nicht zurechtgekommen und habe viel zu viele Fehler gemacht. Er hat das super gemacht, auch weil ich ihn nicht wirklich unter Druck setzen konnte. Ich habe alles probiert, es ist jedoch einfach nicht gegangen heute. Aber ich habe zwei Runden überstanden und gestern ein richtig cooles Match gespielt, daher bin ich zufrieden, auch wenn das Ende nicht positiv war“, verrät Schwärzler. In der kommenden Woche wird ein Trainingsblock eingeschoben, ehe es zum nächsten ATP-Challenger nach Skopje geht.

Verrücktes Spiel

Es gibt im Tennis nichts, was es nicht gibt. Die Viertelfinalpartie zwischen Gerald Melzer und dem an Nummer 6 gesetzten Jozef Kovalik (SVK) war hierfür der beste Beweis. Der Österreicher lag im ersten Satz bereits mit 0:4 zurück und hatte gegen den Slowaken keinen Auftrag, ehe sich der 33-Jährige in einen Spielrausch spielte und sich im Tiebreak einen Satzball erkämpfte – die Netzkante verhinderte jedoch das Happy End. Nach einem bitteren Doppelfehler holte sich Kovalik doch noch den ersten Durchgang. Melzer erholte sich schnell von dem Rückschlag, lag im zweiten Satz zügig mit Break vorne. Doch dann riss der Faden, der Slowake spielte das Match trocken nach Hause und zog mit 7:6 und 6:3 ins Halbfinale ein.

„Ich habe super begonnen und war gut im Flow. Dann ist Gerald besser ins Spiel gekommen und hat aggressiv gespielt. Ich wusste nicht mehr, was ich tun soll. Ich stand im Tiebreak des ersten Satzes schon mit dem Rücken zur Wand, habe aber dann die wichtigen Punkte gemacht. Das war der Unterschied heute. Es war ein großartiges Match. Die Zuschauer sind definitiv auf ihre Kosten gekommen. Ich bin sehr glücklich, dass ich diese Runde überstanden habe“, sagt Kovalik beim Siegerinterview am Center-Court. Melzer ergänzt: „Es war die erwartet schwere Partie. Am Anfang hat er mir nichts gegeben, ich war schnell 0:4 zurück. Ich habe mich selbst gut gefühlt, daher war ich überrascht. Ich hatte keine Chance und war froh, als ich am Scoreboard angeschrieben habe. Dann war ich im Spiel, die Kurve zeigte steil nach oben und ich war knapp dran, den ersten Satz zu gewinnen. Dass es dann nicht so war, hat richtig geschmerzt – es war eine richtige Watsche. Ich bin zwar gut in den zweiten Satz gestartet, habe aber dann komplett den Faden verloren. Schade, ich wäre gerne noch länger am Platz gestanden und im Turnier geblieben“, so Melzer.

Die Nummer eins gefordert

Nach den beiden Niederlagen von Joel Schwärzler und Gerald Melzer lagen die Hoffnungen auf dem Vorjahresfinalisten Filip Misolic, der in den ersten beiden Partien zu überzeugen wusste. Der Steirer fand auch gegen den topgesetzten Francisco Comesana gut in die Partie und lag schnell mit einem Break vorne. Der Argentinier zeigte sich jedoch einmal mehr von seiner besten Seite und lieferte voll ab. In den entscheidenden Situationen behielt er einen kühlen Kopf und packte einige Zauberschläge aus. Am Ende jubelte der 23-Jährige, der in Richtung seines sechsten Titels auf der ATP-Challenger-Tour einen wichtigen Schritt machen konnte, über seinen 7:5- und 6:4-Sieg.

„Es war ein super Match. Ich habe richtig gut gespielt und mich ordentlich hineingekämpft. Lediglich am Ende war ich nervös und hätte ihn (Anm.: Misolic) fast noch ins Spiel zurückgelassen. Ich bin richtig glücklich, dass das nicht so war und ich mich durchgesetzt habe. Vor dieser Kulisse zu spielen macht einfach Spaß. Es ist ein großes Privileg, dass ich jetzt gegen Lucas (Anm.: Pouille) spielen kann. Ich werde es genießen und noch einmal alles geben“, sagt Comesana, der aktuell als Nummer 86 im ATP-Ranking aufscheint und sich auf das Duell mit der ehemaligen Nummer 10 der Welt, Lucas Pouille, freut.

„Es war intensiv und richtig eng. Ich hatte viele Chancen, konnte aber viele davon heute leider nicht nutzen. Es hätte durchaus anders ausgehen können. Ich habe alles, was ich gehabt habe, auf dem Platz gelassen. Es hat heute leider nicht gereicht, auch wenn das ganze Match auf Augenhöhe war. Mein Aufschlag lässt mich momentan etwas im Stich, ich bekomme keine leichten Punkte. Daran werde ich jetzt konsequent arbeiten“, resümiert Filip Misolic nach dem verpassten Halbfinal-Einzug.

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