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Männer-Team holt Bronze

Dienstag, 28. Mai 2024
 

Am Dienstag fielen bei der Europameisterschaft in Osijek die Entscheidungen über die EM-Titel und die letzten Olympiaquotenplätze im KK-Dreistellungsmatch. Die Männermannschaft holte Bronze. Knapp war es für die ÖSB-Männer im Einzel, allen voran für Andreas Thum, dem mit Rang 14 nur ein Ring auf das Olympiaticket und auch auf den Finaleinzug fehlte. Rebecca Köck (15.) und Nadine Ungerank (19.) schossen phasenweise ebenfalls weltklassig und versäumten das Frauen-Finale nur hauchdünn.

50m Rifle 3 Positions Men

Einen wahren Krimi boten die ÖSB-Athleten den Mitfiebernden im KK-Dreistellungsmatch der Männer. Schließlich ging es für sie am Dienstag um die letzte Chance auf Olympiatickets in dieser Disziplin. Nach dem Kniend sah es vorerst noch nicht nach einer Topplatzierung für die Österreicher aus. Mit ihren jeweils 196 Ringen lagen Alexander Schmirl, Andreas Thum und Patrick Diem um die Positionen 15 bis 20 – zwar nicht auf Finalkurs, doch in der Nähe. Bernhard Pickl (RPO) brachte im Kniend 194 Ringe auf die Scheibe und Tobias Mair (RPO) 193.

Die Situation änderte sich drastisch mit dem Liegend. Hier konnte der amtierende Weltmeister Schmirl die volle Ringzahl von 200 erreichen und schob sich damit in die Finalränge. Und auch Andreas Thum kam dem Finale mit 199 im Liegend immer näher. Bei Pickl waren es in dieser Stellung 198, bei Diem 197 und Mair trumpfte mit grandiosen 200 Ringen auf, die ihn im Ranking weiter vorbrachten.

Mit seiner ersten Stehendserie von 98 Ringen schien Thum in den Finalrängen auf und auch Schmirl behielt seine Finalposition mit 97 Ringen vorerst bei. Vor der letzten Stehendserie sah es sowohl für Thum als auch für Schmirl nach einer Finalqualifikation aus. Leider konnten jedoch beide mit jeweils 95 Ringen in der letzten Serie ihr hohes Niveau nicht halten und fielen damit letztendlich auf die Ränge 14 für Thum und 17 für Schmirl zurück. Thum fehlte mit 588 Ringen nur ein Ring auf die besten acht und damit auf die Finalqualifikation. Auf das Olympiaticket fehlten ihm lediglich zwei Ränge. Schmirl, der bereits mit einem Olympiaticket in dieser Disziplin ausgestattet war, kam ebenfalls auf ein Gesamtresultat von 588 Ringen. Bei 195 Ringen im Stehend schob sich Pickl mit gesamt 587 Ringen direkt hinter Schmirl an die 18. Position und auch Diem gesellte sich mit 194 im Stehend, gesamt ebenfalls 587 Ringen und Platz 20 zum österreichischen Viererpaket. Mit 584 Ringen wurde es der 34. Platz für Tobias Mair. 69 Schützen waren am Start. Das Topresultat der Qualifikation kam vom Norweger Jon-Hermann Hegg mit 594 Ringen.

Die beiden Franzosen Romain Aufrere und Lucas Kryzs kämpften im Finale um einen Quotenplatz, da je Bewerb pro Nation nur ein Quotenplatz gewonnen werden kann. Der zweite Quotenplatzgewinner stand bereits vor dem Finale mit Miran Maricic (CRO), dem Elftplatzierten fest, da alle vor ihm gereihten bereits mit einem Olympiaticket ausgestattet waren bzw. deren Nationenkontingent ausgeschöpft war. Nachdem er im Finale vorerst hinter Serhiy Kulish (UKR) lag, kürte sich Hegg zum Europameister. Silber gewann Kulish und Bronze Patrik Jany (CZE). Den zweiten Quotenplatz sicherte sich Kryzs auf Rang fünf.

Nachdem natürlich die Enttäuschung über die so knapp verpasste Olympiachance groß war, wurde das österreichische Team, das als amtierender Weltmeister und Weltrekordhalter an den Start gegangen war, jedoch für seine mannschaftlich starke Leistung belohnt: In der Teamwertung erreichten Thum, Schmirl und Diem gemeinsam 1763 Ringe, was die Bronzemedaille für das Trio bedeutete, das damit den eigenen Europäischen Rekord, aufgestellt bei der WM Baku 2023 um 14 Ringe überbot. Die Siegermannschaft Norwegen war heute unbezwingbar und hob die europäische Bestmarke auf das neue Rekordniveau von 1772 Ringen.

50m Rifle 3 Positions Women

Ähnlich knapp wie bei den Männern ging es bei den Frauen her. Rebecca Köck startete mit 193 Ringen im Kniend verhalten, arbeitete sich jedoch mit tollen 199 Ringen im Liegend nach vorne und brachte im Stehend ein Topresultat von 196 Ringen auf die Scheibe, was sie im Klassement noch weiter aufsteigen ließ. Mit gesamt 588 Ringen und Rang 15 fehlten der Tirolerin lediglich zwei Ringe auf den zehnten Platz, der heute, aufgrund der beiden RPO-Schützinnen unter den besten acht, zur Finalqualifikation gereicht hat. Nadine Ungerank begann mit 198 Ringen im Kniend ganz hervorragend und lag damit an der Spitze des Feldes. Auch mit 198 im Kniend war die Tirolerin, die sich beim letzten Weltcup in Baku in dieser Disziplin für das Finale qualifiziert hatte, noch voll auf Finalkurs. Nur die letzte Stehendserie klappte nicht nach Plan, so belegte die Weltranglisten-Zwölfte am Ende mit 191 Ringen im Stehend und gesamt 587 Ringen Rang 19.

Olivia Hofmann (RPO) kam mit gesamt 585 Ringen auf den 34. Platz und Sheileen Waibel wurde 38. mit 583 Ringen. Den 61. Platz belegte Jasmin Kitzbichler. Die Qualifikation führte Chiara Leone (SUI) mit 594 Ringen an. Vier Schützinnen werden im Finale um die beiden Quotenplätze für Paris kämpfen.

In der Mannschaftswertung, die bei den Frauen von den Schweizerinnen mit neuem Europäischem Rekord von 1773 Ringen – einem Ring mehr als bei den Männern – angeführt wurde, belegte Team Österreich mit Köck, Ungerank und Waibel Rang sechs (1758 Ringe).

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