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Hürden keine Hürde

Freitag, 7. Juni 2024
 

Neben Lukas Weißhaidinger ist es auch für die weiteren Östesterreicher:innen am ersten Wettkampftag der Leictathletik-EM in Rom (ITA) nach Wunsch gelaufen.

Der U20-Europameister des Vorjahres, Enzo Diessl, bot im Vorlauf über 110m Hürden bei seiner ersten EM unter den “Großen” eine gute Vorstellung. Nach einer etwas verhaltenen ersten Hälfte des Rennens zeigte der seit Donnerstag 20-Jährige seine gewohnt starke Schlussphase, schloss auf den führenden Polen Jakub Szymanski fast noch auf und belegte in 13,56 Sekunden nur drei Hundertstel dahinter Platz zwei im ersten Vorlauf. In den beiden anderen Vorläufen war kein Läufer schneller als der Steirer, der somit als Zweitschnellster der Vorläufe in das Semifinale am Samstag einzog.

„Ich habe nicht richtig durch die Hürden attackiert, da hat die Nervosität schon eine Rolle gespielt. Mein Tag hat schon um 5:40 Uhr begonnen, da baut sich schon viel Spannung auf. Die Oberkörperposition hat dadurch nicht ganz gepasst und auf den ersten vier bis fünf Hürden hat mir damit etwas an Tempo gefehlt. Hinten raus konnte ich meine Stärke aber abrufen und gut auf den Polen aufschließen. Ich habe versucht einen soliden Lauf ins Ziel zu bringen, das ist mir gelungen. In das Semifinale kann ich jetzt selbstbewusster reingehen und viel befreiter laufen“, zeigt sich Diessl zufrieden.

Strametz nach Schrecksekunde weiter

Auch Hallen-WM-Semifinalistin und Vereinskollegin von Enzo Diessl, Karin Strametz, feierte in der ersten Session ihr Freiluft-EM-Debüt. In der Startvorbereitung zuckte die 26-Jährige noch etwas, aber sofort kam die grüne Karte von den Schiedsrichtern und die Erleichterung war der Hürdenläuferin anzusehen. Der tatsächliche Start gelang der Leibnitzerin dann hervorragend und die Zwölfte der Entry List schob sich gleich an die Spitze des Feldes, wo die Steirerin auch bis ins Ziel blieb und in 12,99 Sekunden gewann. Insgesamt bedeutete dies die viertschnellste Zeit und den klaren Einzug in das Semifinale am Samstag. Schnellste in den Vorläufen war die Finnin Lotta Harala in 12,91 s.

Olympic Day

„Ich habe geschaut, dass ich am Start richtig wach bin. Der Starter hat aber ewig lange gewartet und nach dem Zucken war ich dann sehr erleichtert, als ich die grüne Karte gesehen habe. Ich habe dann geschaut, dass ich ruhig bleibe und auf Signal loslaufe. Der zweite Versuch hat dann gut geklappt und das Rennen ist mir bis zur fünften oder sechsten Hürde gut gelungen. Hinten raus kann ich noch ein bisschen aktiver sein. Im Semifinale möchte ich um eine neue Bestzeit laufen. Das habe ich auch drauf. Der erste Schritt ist gemacht, ich schaue von Runde zu Runde und konzentriere mich auf den nächsten Lauf. Ob das sogar für das Finale reicht, wird man sehen“, so Strametz.

Mayr steigt aus

Während Isabel Posch mit ihrem Auftakt in den Siebenkampf sehr zufrieden sein kann und mit insgesamt 1.871 Punkten auf Zwischenrang 17 und gut auf Kurs in Richtung Siebenkampf-PB liegt, ist es für Verena Mayr nicht nach Wunsch verlaufen.

Nach einem grippalen Infekt letzte Woche war hinter ihrer Form ein kleines Fragezeichen gestanden, die Oberösterreicherin wollte von Disziplin zu Disziplin sehen, wie es ihr geht. Nach einem etwas verhaltenem Start über 100m Hürden kam sie während des Rennens immer besser in den Rhythmus und finishte mit 13,93 Sekunden als Dritte des Laufes, was Zwischenrang 18 ergab. 

Im Hochsprung stieg die aktuelle Mehrkampf-Staatsmeisterin bei 1,62 m in den Bewerb ein und hatte dann auch bei den folgenden Höhen bis 1,71 m kaum Probleme. Dann aber war die 29-Jährige mit ihren Kräften sichtbar am Ende, es kam keine weitere Höhe in die Wertung. Nach zwei von sieben Disziplinen rangierte Mayr mit 1.855 Punkten auf Platz 19. Wenig später entschied die WM-Dritte von 2019 gemeinsam mit ihrem Trainer, den Wettkampf zu beenden.

„Die Hürden waren gleich nicht so gut. Alleine wenn man die Reaktionszeit sieht, weiß man, dass ich nicht bei 100 Prozent bin. Es fehlt einfach die Reaktivität, dass man den letzten Rest herausholen kann. Im Hochsprung war es dasselbe. Ich habe schon bei 1,68m und 1,71m mit meinen Kräften gekämpft. Die 1,74m sind dann einfach nicht mehr gegangen. Es war ein Kampf. Die Entscheidung tut weh, aber es ist die einzig sinnvolle Entscheidung aufzuhören. Der Körper ist einfach nicht bereit für einen Siebenkampf“, so Mayr.

Millonig trotz Hitze stark

Bereits zum zweiten Mal bei einer EM dabei war Lena Millonig über 3.000m Hindernis. Die Neo-Rekordlerin reihte sich nach dem Start in der zweiten Hälfte des Feldes ein und absolvierte den ersten Kilometer in 3:12,35 Minuten, einer flotten Pace. Auch der zweite Kilometer war nach 6:26,39 min schneller als beim Rekordlauf absolviert. Die letzten 1.000m waren bei der herrschenden Hitze von 30 Grad aber eine Qual für die Läuferinnen.

(Foto: ÷OC)
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Die Niederösterreicherin wurde dann auch ein Opfer der Temperaturen, musste Tempo rausnehmen und das Feld ziehen lassen. Mit 9:57,50 min gelang ihr aber trotzdem ein starkes Ergebnis, in München bei der EM 2022 war sie exakt dieselbe Zeit gelaufen. Insgesamt belegte die 26-Jährige damit Rang 26 und bestätigte ihre Position auf der Entry-List. Schnellste beider Vorläufe war Alice Finot (FRA) in 9:29:28 min.

Millonig: „Die ersten beiden Kilometer waren perfekt, ich habe mich gut positioniert und das Tempo war voll ok. Ich wusste, wenn ich hier ins Finale will, muss ich einen Bomben-Rekord laufen, also habe ich es versucht. Die Hitze war aber enorm, um wirklich schnell zu laufen ist es einfach zu heiß, die Beine wurden zwei Runden vor Schluss plötzlich sehr schwer. Natürlich bin ich jetzt ein wenig enttäuscht, aber was hätte ich anders machen sollen als es probieren.”

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