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"Es hat der Drive gefehlt"

Freitag, 16. Februar 2024

Ab Sonntag nimmt der Österreichische Segel-Verband mit vier Athleten bei der ILCA 7-Europameisterschaft vor Athen (GRE) teil. Angeführt wird das rot-weiß-rote Quartett von Clemens Kübber, für den die kontinentalen Titelkämpfe bereits die zweite große Regatta in dieser Saison darstellen. Die Nachwuchssegler Anton Messeritsch, Jonah Maier und Ferdinand Steffan komplettieren die heimische ILCA 7-Equipe.

Anfang der 2000er – damals hieß die ILCA 7-Klasse noch Laser – zählte der Österreicher Andreas Geritzer zu den besten Athleten dieser Disziplin: Der heute 46-Jährige fuhr bei seinem Olympia-Debüt 2000 in Sydney zu Rang fünf, vier Jahre später holte er bei den Spielen in Athen die Silbermedaille. Edelmetall gewann das burgenländische Segel-Aushängeschild auch bei Welt- und Europameisterschaften. Aktuell ist er Landestrainer beim LSV Burgenland und Jugendkadertrainer in der ILCA 6-Klasse. Nach seinem Karriereende 2014 fehlte rot-weiß-rot in dieser Klasse die Speerspitze – mit Blick auf die Olympischen Spiele 2028 in Nordamerika will der Österreichische Segel-Verband aber wieder eine schlagkräftige ILCA 7-Mannschaft etablieren. „Nach den Erfolgen von Andreas Geritzer hat in dieser Klasse etwas der ‚Drive‘ gefehlt – aus diversen Gründen. Nun haben wir wieder vier ambitionierte Athleten, die sich gegenseitig pushen. Man darf von ihnen noch keine Wunderdinge erwarten, aber sie haben die richtige Einstellung und den Willen, um sich sukzessive zu verbessern“, berichtet OeSV-Sportdirektor Matthias Schmid.

Kübber will bei EM besser abschneiden

Clemens Kübber hat bei der Europameisterschaft die Chance, sein Abschneiden der Weltmeisterschaft Ende Jänner in Australien umgehend zu korrigieren. Mit Gesamtrang 115 blieb der Athlet vom Union Yacht Club Neusiedlersee unter seinen Erwartungen. Sein größtes Verbesserungspotential liegt in der Startphase: „Es hat keine großen Analysen gebraucht: Wenn du am Start solche Probleme hast, bist du chancenlos. Ich hatte während der Weltmeisterschaft kein Gefühl zur Linie – und dadurch auch keine Peilung. Das verunsichert einen ungemein und man kann dann auch nicht aggressiv genug sein“, erklärt Kübber. Die letzten Tage hat der 22-Jährige aber genutzt, um seine Starts zu verbessern: „Wir haben versucht, große Trainingsflotten zu bilden – nur so kann man auch die langen Startlinien einer Regatta simulieren. Das ist im normalen Training kaum möglich“, weiß der Wiener, der bei der Europameisterschaft auch einen neuen Mast verwenden wird.

Die Weltmeisterschaft habe aber auch gezeigt, dass es ein „Schritt in die richtige Richtung war. Der Speed hat gepasst, die Vorwind war gut. Ich brauche einfach bessere Starts, um dann das Rennen nach meinen Wünschen eröffnen und auch gestalten zu können“.

Kübber und auch die drei Nachwuchstalente Anton Messeritsch (Jahrgang 2005; Union Yachtclub Wolfgangsee), Jonah Maier und Ferdinand Steffan (beide Jahrgang 2003; Burgenländischer Yacht Club) treffen in Griechenland auf 130 europäische Konkurrenten. Elf Teilnehmer aus anderen Ländern komplettieren den Vergleich. Die kontinentalen Titelkämpfe sind zudem als European Olympic-Qualifier eingestuft und garantieren den beiden am Ende besten noch nicht für die Olympischen Spiele qualifizierten Nationen einen Quotenplatz für Paris 2024. Insgesamt starten 13 europäische Nationen, die noch nicht für das absolute Großereignis qualifiziert sind. Auch der Österreichische Segel-Verband hat für die ILCA 7-Klasse noch kein Ticket.

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