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Die Woche der Wahrheit

Montag, 6. Mai 2024
 

Langsam, aber doch geht die monatelange Vorbereitungszeit zu Ende. Nach einer erfolgreichen Formüberprüfung in Mailand (ITA) vor ein paar Wochen wartet auf die rot-weiß-roten Flachwasser-Athlet:innen beim European Olympic Qualifier (8./9. Mai) in Szeged (HUN) das alles entscheidende Rennen. Timon Maurer (K1, 1.000 m), die Lehaci-Schwestern Ana-Roxana und Adriana (K2, 500 m) sowie Manfred Pallinger (C1, 1.000 m) kämpfen um ihr großes Saisonziel, die Olympischen Spiele in Paris 2024. Ana-Roxana Lehaci bestreitet zudem noch das Rennen im K1 über 500 m.

Bereits am heutigen Montag übersiedeln die rot-weiß-roten Flachwasser-Athlet:innen nach Szeged, wo vor dem bislang wichtigsten Rennen der Saison noch einige letzte Trainingseinheiten absolviert werden. „In den letzten Tagen hat Timon wieder ordentlich Fahrt aufgenommen, daher sind wir mit seiner aktuellen Form sehr zufrieden. Es gibt sechs bis acht Athleten, die ungefähr auf dem gleichen Niveau fahren und um die zwei Olympia-Tickets fighten werden. Die Strecke in Szeged ist sehr windanfällig, von daher muss am Renntag alles zusammenpassen und das Glück auf unserer Seite sein. Timon weiß, worum es geht, und er ist super vorbereitet. Ich würde sagen, er ist definitiv ‚ready to compete‘, auch wenn es eine schwere Aufgabe werden wird“, erklärt Daniel Lipcsei, Cheftrainer Kanu-Rennsport.

Ähnlich positiv schätzt auch Maurer selbst die Situation ein. Die besten beiden Athleten werden mit einem Paris-Ticket belohnt: „Ich bin ziemlich zufrieden mit dem Verlauf der letzten Wochen und mit meiner Form. In den letzten Tagen sind wir den 500er und den 1.000er noch auf Zeit gefahren, das war wirklich gut. Die Strecke in Szeged mag ich sehr gerne, es ist natürlich von den Windbedingungen abhängig – da kann man vorab nicht wirklich planen. Ich habe mir aber meine Rennstrategien schon zurechtgelegt und schaue mir das einfach vor Ort einmal an. Es sind viele gute Athleten am Start, es wird auf die nötige Ruhe und die Tagesverfassung ankommen. Ein bisschen nervös bin ich schon und die Anspannung kommt – aber das ist gut so.“ Da alle drei Rennen (Anm.: Qualifikation, Semifinale und Finale) an einem Tag stattfinden werden, geht es nicht nur ums schnelle Fahren, sondern auch um Taktik und das bedachte Einteilen der Kräfte, um im entscheidenden Moment noch zusetzen zu können.

Doppelte Schwestern-Power

14 Jahre Altersunterschied liegen zwischen den Lehaci-Schwestern Ana-Roxana und Adriana. Was sie verbindet? Die Liebe zum Kanusport. Am kommenden Mittwoch geht es für die Oberösterreicherinnen allerdings ans Eingemachte, denn im Rennen der letzten Olympia-Chance wartet nicht nur brutale Konkurrenz, sondern es geht im direkten Kampf im K2 über 500 Meter um das letzte verbleibende Ticket für Paris.

„Unsere Form ist gut. Wir haben in den letzten Wochen wirklich sehr gut gearbeitet, sind schnell und definitiv wettbewerbsfähig. Aber ich muss ehrlich sagen, dass das Rennen ein hartes Pflaster wird – es gibt aktuell einfach sehr viele schnelle Boote, und auch der Faktor Glück sowie die Tagesform spielen eine große Rolle. Wir haben uns den Haxen ausgerissen, mehr können wir nicht machen. Am Ende ist es ein Rennen in einer hoffentlich zufriedenstellenden Saison, zwar ein sehr wichtiges, aber wir wollen es trotz aller Anspannung versuchen, zu genießen“, verrät die ältere der beiden Lehaci-Schwestern, Ana-Roxana. Die 19-jährige Adriana ergänzt: „Im Gegensatz zu meiner Schwester bin ich gar nicht nervös, die Vorfreude überwiegt. Wir wissen, dass es schwer werden wird, müssen definitiv mental bereit sein. Es wird wohl das Rennen unseres Lebens brauchen, wenn wir ganz vorne mitfahren möchten. Für mich hat der Qualifier einen sehr hohen Stellenwert, mit 19 Jahren um ein Olympia-Ticket zu paddeln ist nicht selbstverständlich. Die Erfahrungen kann mir niemand nehmen und sie werden mir auf meinem weiteren Karriereweg helfen.“

Pallinger und sein Traum von Paris

Der Vierte im Bunde ist Manfred Pallinger. Der 31-Jährige hat sein Vorbereitungsprogramm neben seinen beruflichen Verpflichtungen analog zu den letzten Jahren konsequent durchgezogen und spricht selbst von „der besten Vorbereitung seiner Karriere“. Nun geht es für den Niederösterreicher im C1 über 1.000 Meter ebenfalls um die letzte Chance auf die Olympischen Spiele Paris 2024. Die besten zwei Athleten schnappen sich am Ende die begehrten Tickets. „Ich habe den Gedanken an den wichtigen Olympia-Qualifier lange hinausgeschoben, ich wollte die Anspannung einfach in Grenzen halten. Mit dieser inneren Ruhe habe ich mich gezielt vorbereitet und freue mich darauf, zu sehen, was möglich ist. Es wird definitiv hart, da sehr viele Top-Leute aus anderen Nationen noch nicht qualifiziert sind und es ebenfalls ihre letzte Chance ist“, verrät der 31-jährige Niederösterreicher und ergänzt: „Bei der WM war ich nicht weit weg, das gibt mir ein positives Gefühl. In erster Linie will ich mich fürs Finale qualifizieren, dort kann dann alles passieren. Ich habe nichts zu verlieren, kann nur gewinnen und werde bis zum letzten Meter voll andrücken. Die Olympischen Spiele waren immer schon mein Traum, und da gibt es am Donnerstag kein Zurückstecken.“

Direkt im Anschluss an das Rennen der letzten Olympia-Chance geht in Szeged (HUN) der erste Weltcup (10.–12. Mai) der Saison über die Bühne. Neben Timon Maurer im K1 (500 und 1.000 Meter), Ana-Roxana Lehaci im K1 (500 und 5.000 Meter), Manfred Pallinger im C1 (500, 1.000 und 5.000 Meter) wird auch Saman Soltani, die am vergangenen Donnerstag für das IOC Refugee Olympic Team nominiert wurde, über 500 und 1.000 Meter am Start stehen.

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