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Aus einem Guss

Samstag, 17. Februar 2024

Österreichs Rodel-Team liefert auch bei der Weltcup-Revanche in Oberhof voll ab. Thomas Steu und Wolfgang Kindl gewinnen ihr zweites Doppelsitzer-Rennen in Folge, Jonas Müller setzt sich im Einsitzer durch. 

Aufgrund anhaltend warmer Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit, die dem Eiskanal in Thüringen abermals zusetzten, wurde im Unterschied zur Vorwoche das Startprozedere geändert. Die Top-Schlitten der Gesetzten-Gruppen nahmen den ersten Lauf nicht wie üblich am Ende des Feldes, sondern deutlich früher in Angriff und fanden damit im Paket einigermaßen gleichbleibende und fairere Bahnbedingungen vor. Die Finalläufe wurden im Einsitzer von den Top-20 und im Doppelsitzer der Herren von den Top-18 in gestürzter Startreihenfolge eröffnet.

Erfolgreicher Doppelpack

Bei den Doppelsitzern nutzten Thomas Steu und Wolfgang Kindl ihre anhaltende Top-Form für den nächsten Glanzauftritt. Das neu formierte Duo, das in seiner Premierensaison im Weltcup mit einer Ausnahme bisher immer am Podest stand, knallte im ersten Lauf die Bestzeit in den Thüringer Eiskanal und hielt die Konkurrenz mit der drittschnellsten Zeit im Finale unter Kontrolle. Die Europameister von Igls fuhren ihren dritten gemeinsamen Sieg im Weltcup, den zweiten in Folge ein und bauten damit ihre Führung im Gesamtweltcup weiter aus.  Auf den Rängen zwei und drei landeten die deutschen Duos Wendl/Arlt und Orlamünder/Gubitz, die amtierenden Weltmeister Juri Gatt und Riccardo Schöpf platzierten sich wie in der Vorwoche auf Rang sechs. Yannick Müller, aufgrund einer Sehnenentzündung im rechten Unterarm am Start gehandicapt, qualifizierte sich mit Untermann Armin Frauscher mit Rang zehn ebenso für den morgigen Sprint-Weltcup, der den Top-15 der vorangegangenen Einzeldisziplinen vorbehalten ist.

„Schon wieder hier in Oberhof und wieder so knapp vor den Deutschen, mir tut es schon fast ein bisschen leid für sie. Wir haben zweimal gut gekämpft, es waren keine perfekten Läufe, aber der Speed stimmt, der Start stimmt, darum genial“, schmunzelt Steu. Teamkollege Kindl ergänzt: „Wir haben den Schlitten trotz Fehler sehr gut laufen lassen. Das Material ist einfach gewaltig, wir haben es wieder super eingestellt, dass das in der ersten Saison so gut funktioniert, ist einfach ein Wahnsinn. Im zweiten ist es doch knapper geworden, aber der Speed stimmt auf alle Fälle und die Form auch.“

Im Doppelsitzer der Damen jubelten Dajana Eitberger und Saskia Schirmer über ihren ersten gemeinsamen Weltcupsieg. In einen Tausendstel-Krimi behielten die beiden Deutschen gegenüber den Gesamtweltcupsiegerinnen der Vorsaison, Andrea Vötter und Marion Oberhofer (ITA), mit acht tausendstel Sekunden Vorsprung die Oberhand. Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal (GER) folgten mit einem Rückstand von neun Tausendstel auf Platz drei. Selina Egle und Lara Kipp, in der Vorwoche auf Platz drei, konnten ihre durchwachsenen Startleistungen trotz schneller Läufe diesmal nicht ganz ausgleichen und landeten auf Rang vier.

Es müllert wieder

Im anschließenden Einsitzer-Rennen lieferten sich die ÖRV-Herren einen spannenden Schlagabtausch mit den Gastgebern, bei dem am Ende des Tages Jonas Müller das beste Ende für sich hatte. Der amtierende Europameister, der im Vorjahr in Oberhof WM-Gold gewonnen hat, erzielte im ersten Lauf die schnellste Zeit und hielt den Attacken der Konkurrenz auch im zweiten Durchgang stand. Unterm Strich rodelte der Vorarlberger einen Vorsprung von acht Hundertstel auf Max Langenhan heraus und konnte damit über seinen zweiten Saisoneinser und seinen insgesamt vierten Sieg im Weltcup jubeln. In Feierlaune war auch Wolfgang Kindl, der wenige Stunden nach seinem Triumph im Doppelsitzer mit Rang vier sein bestes Saisonergebnis im Einsitzer erzielte. Sprint-Weltmeister David Gleirscher landete unmittelbar vor seinem Bruder Nico Gleirscher auf Rang sieben, damit qualifizierten sich alle vier ÖRV-Herren souverän für den Sprint-Weltcup, der am Sonntag im Anschluss an das Damen-Rennen ausgetragen wird. Der Bewerb, der mit einem fliegenden Start in nur einem Lauf entschieden wird, fließt auch in den Gesamtweltcup mit ein.

„Ich mag Oberhof einfach, der Rhythmus von der Bahn gefällt mir extrem gut. Ich habe mich heute sehr wohl gefühlt, es geht mir körperlich gut, das Material war megaschnell, am Start hat es auch gepasst, es macht einfach Spaß. Im Gesamtweltcup wird es schwierig, Max ist einfach sehr stark. Aber ich probiere natürlich dranzubleiben und den zweiten Rang abzusichern“, jubelt Müller. 

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