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"Ich hatte es im Gespür"

Freitag, 5. Mai 2023

Nach 14 Jahren im Skiweltcup hat sich Ramona Siebenhofer entschieden, ihre Karriere zu beenden. „Ich habe einfach gemerkt, dass ich die Risikobereitschaft nicht mehr habe, um auf höchstem Niveau Rennen zu bestreiten. Beim letzten Start in Soldeu hatte ich es schon im Gespür, dass es das vielleicht gewesen sein könnte, wollte aber in der Emotion keine schnelle Entscheidung treffen. Nun, mit etwas Abstand, kann ich mit Gewissheit sagen, dass ich dem Profisport den Rücken kehren werde. Ich nehme viele tolle Momente und Erfolge aus dieser Zeit mit, speziell der Abfahrts-Doppelsieg in Cortina war für mich eines der Highlights in meiner Skikarriere. Es war eine schöne, spannende und lehrreiche Zeit, die ich nicht missen möchte, aber jetzt freue ich mich auf einen neuen Lebensabschnitt,“ so die Allrounderin, die die Polizeischule absolviert hat und schon demnächst ihren Dienst auf der PI Murau antreten wird. „Die Gelegenheit möchte ich an dieser Stelle auch gerne nutzen, um mich herzlich bei meinem Freund und meiner Familie, meinen Trainern und Betreuern, die mir den Skisport ermöglicht und mich all die Jahre unterstützt haben, bedanken. Ein großes Dankeschön gilt auch allen Sponsoren, Ausrüstern und Partnern, sowie dem Österreichischen Skiverband und dem BMI."

Fehlende Risikobereitschaft

Ihr Weltcupdebüt feierte die Steirerin im Dezember 2009 in Lienz. Bei ihrem zweiten Weltcuprennen, dem Riesenslalom in Maribor im Jänner 2010, erreichte sie mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang bereits den sechsten Platz. 2015 schaffte sie mit einem dritten Rang in der Abfahrt von Lake Louise (CAN) erstmals den Sprung auf das Weltcuppodest.

Den ersten Weltcupsieg holte sie dann im Jänner 2019 in Cortina d’Ampezzo (ITA), wo sie einen Tag später nochmals in der Abfahrt siegte. Damit ist Siebenhofer bis dato die einzige Skirennläuferin, der es gelang, beide Abfahrten in Cortina d’Ampezzo hintereinander zu gewinnen. Mit konstanten Leistungen landete sie am Ende der Saison 2018/19 hinter Nicole Schmidhofer und Stefanie Venier am dritten Gesamtrang in der Abfahrt.

Neuer Lebensabschnitt

Die 31-Jährige nahm bei vier Weltmeisterschaften mit insgesamt 10 Entscheidungen teil und schrammte mit zwei vierten – einmal mit nur 0,04 Sek. Rückstand – und drei fünften Plätzen immer knapp an einer Medaille vorbei. Nach 14 Jahren Skiweltcup, mit zwei Weltcupsiegen, sieben Podiums- und insgesamt 19 Top-5-Platzierungen in vier verschiedenen Disziplinen, ist die 31-Jährige nun bereit, ein neues Kapitel in ihrem Leben aufzuschlagen. Die Salzburgerin hat als Athletin des Spitzensportkaders der Polizei 2017 die Polizeiausbildung begonnen und diese vergangenes Jahr mit der Dienstprüfung erfolgreich abgeschlossen.

„Es ist sehr schade für den Österreichischen Skiverband, dass neben Nicole Schmidhofer und Tamara Tippler nun auch Ramona Siebenhofer in der nächsten Saison fehlen wird. Andererseits bietet sich nun aber vor allem für junge Athletinnen die Möglichkeit in den Weltcup-Kader nachzurücken. Ich danke Ramona für all die Jahre im Skiverband, sie hat doch viele Erfolge eingefahren und stand auch den Nachwuchsläuferinnen immer mit Rat und Tat zur Seite“, erklärt Herbert Mandl, Sportlicher Leiter Ski Alpin.

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