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Flock nach OP zuversichtlich

Samstag, 10. September 2022

Die schlechte Nachricht: Janine Flock erlitt einen massiven Bandscheibenvorfall. Die gute Nachricht: die Operation am Freitag ist sehr g­­­ut verlaufen, das Reha-Programm startet ab sofort.

„Nach den akuten Schmerzen im Rücken, habe ich mich sofort an Doktor Gabl vom Sanatorium Kettenbrücke in Innsbruck gewendet. Nach der Magnetresonanz-Untersuchung war klar, dass eine OP notwendig ist, weil der Bandscheibenvorfall wirklich massiv war“, erzählt die 33-jährige Skeleton-Gesamtweltcupzweite der Vorsaison.

Mindestens 8 Wochen Pause

Neurochirurg Dr. Michael Gabl, der bereits Spitzensportler wie Olympiasieger Matthias Mayer, Ex-Abfahrts-Ass Hannes Reichelt oder Ex-Biathlon-Star Dominik Landertinger an der Wirbelsäule operiert hat, ist mit dem Verlauf der OP zufrieden: „Der Eingriff verlief komplikationslos, dauerte 40 Minuten. Es war ein großer Bandscheibenvorfall, der auf die Nerven gedrückt hat, wir haben den Teil des Gewebes, der im Nervenkanal lag, entfernt. Jetzt muss sich eine stabile Narbe bilden, die Bandscheibe muss vollständig ausheilen, bis sie wieder voll belastbar ist. In acht bis zehn Wochen, kann Janine Flock wieder ins Training einsteigen.“

Jetzt steht also ein sanftes Reha-Programm an, das mit dem Team im Wirbelsäulenzentrum im Sanatorium Kettenbrücke in Innsbruck und dem Physiotherapeuten von Janine Flock in enger Abstimmung passiert, damit die Bandscheibe vollständig ausheilen kann.

Flock hofft auf "zweite Saisonhälfte"

Janine Flock ist zuversichtlich: „Vorrangiges Ziel ist die Heilung, aber wenn mir die Ärzte grünes Licht geben, möchte ich schon in der zweiten Saisonhälfte in den Weltcup einsteigen. Bei der WM in St. Moritz dabei sein und um Medaillen mitfahren zu können, ist meine größte Motivation!“

Die zweimalige Gesamtweltcupsiegerin und Gewinnerin von 13 WM- und EM-Medaillen trainierte seit 30. Mai mit ihrem neuen Trainerteam Walter Hable und Franz Esterhammer. „Wir haben sehr gute Trainingseinheiten gehabt, waren schon zweimal bei Startlehrgängen auf Eis. Doch mein Rücken hat leider immer wieder Probleme gemacht. Jetzt liegt diese OP erfolgreich hinter mir und ich bin froh, dass ich neu durchstarten kann.“

Coach Pain hat "keine Zweifel"

Skeleton-Nationalteamtrainer Jeff Pain ist überzeugt: „Was Janine betrifft, so hat sie großes Glück, dass dieses Problem in ihrem Rücken zu diesem Zeitpunkt des Jahres entdeckt wurde.  Natürlich steht ihre Gesundheit an erster Stelle.  Im Spitzensport ist der Umgang mit Verletzungen ein Teil des Erfolgsprozesses, und wir werden sie dabei unterstützen, das Nötige zu tun, um in den Wettkampf zurückzukehren und wieder aufs Podium zu kommen.  Ich habe keinen Zweifel daran, dass sie angesichts der Qualität ihres Gesundheitsteams und ihrer Trainer sowie ihres inneren Antriebs, immer die Beste zu sein, in den Weltcup zurückkehren und ihren Platz in der Sportelite sofort wieder einnehmen wird.“

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