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Schritt für Schritt, Tritt für Tritt

Donnerstag, 2. November 2023 / Paris 2024

Schlägt man im noch nicht gedruckten Sport-Bericht 2023 die Shooting-Stars des Jahres nach, der Name Christina Schweinberger wird dort fix zu finden sein.

Die Nominierung als „Aufsteigerin des Jahres“ bei der Lotterien Sporthilfe-Gala ist nur ein Beleg dafür, ein weiterer hängt mit WM-Bronze im Zeitfahren daheim in Jenbach.

„Es war eine super Saison, auch weil mir wieder ein Schritt nach vorne gelungen ist. Ab der Weltmeisterschaft hatte ich eigentlich nur Top-Ergebnisse, nur ein erster Platz hat gefehlt, aber darüber kann ich hinwegsehen“, strahlt die 27-Jährige beim Medientermin im Rahmen des ÖOC-Trainingslagers in Belek.

Großer Leistungssprung

Schaut man sich die Entwicklung der letzten zwei Jahre an, war der finale Schritt nach vorne, nach ganz vorne, jedenfalls in die Weltspitze, wenn auch nicht selbstverständlich, aber doch irgendwo logisch.

„Ich habe schon zum Ende der Saison 2021 gemerkt, dass leistungstechnisch ein großer Sprung passiert ist. Und das professionelle Umfeld im Team Fenix-Deceuninck hilft mir enorm. Ich werde gefördert und unterstützt, kann wachsen und mich auch beim Material weiterentwickeln. Aber ich habe auch einige Dinge an mir verändert, musste mental umdenken. In Summe hat’s, glaub ich, ganz gut funktioniert.“

Olympischer Austausch

Am Donnerstag stand in Belek eine gemeinsame Ausfahrt mit Zwillingsschwester Kathrin und den Lobnig-Sisters Magdalena und Katharina auf dem Programm.

„Wir haben uns lange über die Olympischen Spiele unterhalten, auch was Erwartungshaltung und Herangehensweise an die größte Sportveranstaltung der Welt angeht. Ich schaue, dass ich hier beim Kick-off möglichst viele Informationen mitnehme, über alle Sportarten.“

In der „Radsport-Bubble“ gibt es einen intensiven Austausch mit Anna Kiesenhofer. Vor allem zum Thema Zeitfahren wird regelmäßig gefachsimpelt, beraten und diskutiert. „Das war auch bei den Großereignissen in dieser Saison so – und darüber bin ich sehr froh.“

Kraft und Ausdauer

Wie auch über den zweiten Olympia-Startplatz für Österreich, der seit wenigen Tagen offiziell bestätigt ist.

In Paris, im nächsten Jahr zum ersten Mal in der langen Geschichte nicht Final-Destination der Tour de France (das ist Nizza; Anm.), werden olympische Träume wahr.

„Die Startplätze im Straßenrennen und im Einzelzeitfahren sind gekoppelt“, hat sich Schweinberger mit beiden Strecken bereits intensiv auseinandergesetzt. „Auf der Straße starten wir beim Eiffelturm, dann geht’s raus aus der Stadt mit kurzen, ziemlich steilen Anstiegen und Kopfsteinpflasterpassagen. Es wird ein schnelles und mit 160 Kilometern ein sehr langes Rennen.“

Das Zeitfahren bietet nicht weniger Spektakel, aber jedenfalls weniger Schlüsselstellen. Die Medaillenjagd wird zur Tempohatz mit vielen Geraden und wenigen Kurven: „Das Material wird eine große Rolle spielen, ich hoffe, dass wir beim Aero-Testing noch die eine oder andere Möglichkeit bekommen.“

Spinning mit Olympiasiegerin

Etwas gemütlicher, verspricht die Tirolerin, wird’s bei der Spinning-Session für die anderen österreichischen Athlet:innen in der Gloria Sports Arena zugehen.

Das Interesse an der 60-Minuten-Einheit mit Anna Kiesenhofer und Christina Schweinberger am Samstag ist groß.

„Ich habe mir auch schon viele Gedanken gemacht, jetzt geht’s noch ums Feintuning mit Anna, was Programm und Musik-Auswahl betrifft. Aber wir freuen uns beide sehr, dass wir den anderen Sportler:innen einen kleinen Einblick in unsere Sportart geben können.“

 

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