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Drei Medaillen zum WM-Auftakt

Freitag, 26. Januar 2024

Am ersten Tag der 52. FIL Rodel-Weltmeisterschaften, die nach 1996 und 2012 zum dritten Mal im sächsischen Altenberg ausgetragen werden, wurden die Medaillen im Sprint vergeben. Seit 2016 im WM-Programm, wird dieser mit einem fliegenden Start und in lediglich einem Durchgang durch die Top-15 nach der Qualifikation entschieden. Österreichs Rodel-Asse, die nach einem durchwachsenen Training, aber auch aufgrund einiger Blessuren im Vorfeld eher tiefstapelten, lieferten im Wettkampf mit drei Medaillen einmal mehr ab. Am lautesten war der Jubel bei David Gleirscher, der bei regennassem Wetter zum WM-Titel im Einsitzer sprintete.

Der Olympiasieger von 2018 bestätigte seine Trainingsleistungen mit einem perfekten Lauf und sicherte sich mit Gold seine insgesamt fünfte WM-Medaille, die dritte im Sprint. Hinter dem Stubaier holte der Deutsche Max Langenhan Silber, Bronze ging an den Letten Kristers Aparjods. Wolfgang Kindl zeigte trotz seines Handicaps mit Rang fünf ein starkes Rennen, Nico Gleirscher und Jonas Müller folgten auf den Rängen sechs und sieben. 

Silber und Bronze im Doppelsitzer

Bei den Doppelsitzern sorgten Thomas Steu und Wolfgang Kindl in ihrer Premierensaison für den nächsten Paukenschlag. Das neu formierte Duo jubelte zwei Wochen nach ihrem EM-Triumph trotz eines schmerzhaften Handicaps über WM-Silber im Sprint. Kindl hatte sich am Montag bei einem Trainingssturz im Einsitzer den äußersten Mittelfußknochen im linken Fuß gebrochen, der Natterer beißt auf die Zähne, startet auch am Samstag in beiden Disziplinen.

Juri Gatt und Riccardo Schöpf, die bereits in der Qualifikation mit der Bestzeit aufzeigen konnten, lieferten im Sprint-Finale mit Rang drei ebenfalls voll ab und sicherten sich mit Bronze ihre erste WM-Medaille überhaupt. Gold ging an die lettische Paarung Martins Bots/Roberts Plume, Yannick Müller und Armin Frauscher, in der Qualifikation noch starke Dritte, mussten sich nach einem schweren Fahrfehler mit Rang 15 begnügen.

Im Einsitzer der Damen wurde Julia Taubitz ihrer Favoritenrolle gerecht, hinter der Deutschen rodelten die Schweizerin Natalie Maag und Elina leva Vitola (LAT) zu Silber und Bronze. Österreichs Damen zeigten im SachsenEnergie-Eiskanal zwar fehlerfreie Läufe, hatten diesmal aber aufgrund von Geschwindigkeitsdefiziten keine Chance auf die Medaillenränge. Madeleine Egle rodelte auf Platz neun, Lisa Schulte, die den Qualifikationslauf für sich entscheiden konnte, belegte vor Hannah Prock Rang zehn. Barbara Allmaier war als 16. der Qualifikation um 29 Tausendstel am Finale vorbei geschrammt.

„Der Lauf war  sensationell“

Selina Egle und Lara Kipp beendeten den WM-Sprint im Damen Doppelsitzer nach Problemen mit der Fahrlinie auf Rang acht. Die Italienerinnen Andrea Vötter und Marion Oberhofer sicherten sich in einem spannenden Tausendstel-Krimi den WM-Titel, Silber und Bronze ging an die lettischen Duos Anda Upite/Zane Kaluma und Marta Robezniece/Kitija Bogdanova.

Am Samstag folgen in Altenberg die WM-Rennen der Herren und Doppelsitzer. Die Titelkämpfe, an denen 162 Athlet:innen aus 21 Nationen teilnehmen, werden am Sonntag mit der Entscheidung bei den Damen und einer Team-Staffel abgerundet.

„Dass ich da heute gewinnen habe dürfen ist einfach mega cool. Von den Bedingungen habe ich mir nicht gedacht das wir gegenüber den früheren Startnummern noch eine Chance haben werden, der Lauf war aber sensationell, ich bin überglücklich. Jetzt habe ich nachziehen können, ich war der einzige in unserem Team, der noch nicht Sprint-Weltmeister war!“

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