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"Ein extrem geiler Tag"

Sonntag, 18. Februar 2024

Rodel-Asse werden der Erfolge nicht Müde. Österreichs Rodel-Team unterstrich bei der Weltcup-Revanche in Oberhof mit drei Siegen und insgesamt sieben Podestplätzen seine anhaltende Weltklasse. Nachdem die Eigentler-Schützlinge mit den gestrigen Siegen von Jonas Müller und den Doppelsitzern Thomas Steu/Wolfgang Kindl fulminant in das zweite Weltcupwochenende in Folge in Oberhof gestartet waren, wussten die ÖRV-Asse auch in der zweiten Rennhälfte in Thüringen voll zu überzeugen.

Bei den Damen, die den heutigen Rennsonntag in Oberhof eröffnet haben, feierte Julia Taubitz ihren vierten Saisonsieg. Die Deutsche baute damit ihre Führung im Gesamtweltcup weiter aus. Hinter Anna Berreiter, ebenfalls Deutschland, rodelte Madeleine Egle auf Platz drei, damit sicherte sich die amtierende Europameisterin ihren fünften Podestplatz im Verlauf dieses Weltcup-Winters. Egle war zur Halbzeit noch mit 26 Tausendstelsekunden Vorsprung in Führung gelegen, kam im zweiten Durchgang aber diesmal nicht wie gewünscht auf Zug. Weltmeisterin Lisa Schulte, in der Vorwoche auf Rang zwölf, konnte sich deutlich steigern und das Rennen als zweitbeste ÖRV-Athletin auf Rang fünf beenden. Hannah Prock zur Halbzeit als Sechste in aussichtsreicher Position, verlor im Finale an Boden und beendete die Konkurrenz auf Rang zwölf.

„Ich war am Vormittag und im Zweiten nicht mehr ganz so auf Zug. Beim Start habe ich nicht noch einmal etwas draufsetzen können. Da ich meine Hand heute auch beim Tatzeln gespürt habe, bin ich froh, dass ich noch irgendwie dabei bin. Der dritte Platz freut mich, zumal ein Podestplatz in Oberhof immer schwierig ist“, sagt Egle.

Im Anschluss wurde im Thüringer Eiskanal um Weltcuppunkte gesprintet. Das Format, das mit einem fliegenden Start in nur einem Durchgang entschieden wird, ist den Top-15 aus den vorangegangenen Disziplinen-Rennen vorbehalten. Die heimischen Schlitten, die sich im Kollektiv für den Sprint-Weltcup qualifizieren konnten, wusste in sehr knappen Entscheidungen neuerlich zu glänzen.

Kindl beeindruckt mit Gesamtpaket

Bei den Herren, die den Bewerb eröffneten, gelang Max Langenhan die Revanche für gestern. Der Deutsche konnte nach Lake Placid auch den zweiten Saisonsprint für sich entscheiden und damit seine Führung im Gesamtweltcup weiter ausbauen. Jonas Müller, der den Thüringer im gestrigen Einzelrennen erfolgreich in die Schranken weisen konnte, rundete sein bärenstarkes Oberhof-Wochenende mit Rang zwei ab. Auch Wolfgang Kindl, der hinter dem Vorarlberger auf Platz drei rodelte, strahlte aus mehrfachem Grunde bis über beide Ohren. Der ÖRV-Routinier, der in seiner Premierensaison mit Thomas Steu im Doppelsitzer-Gesamtweltcup führt und neben dem EM-Titel auch zwei WM-Silberne gewonnen hat, stand erstmals seit Dezember 2022 (Whistler) wieder als Solist auf dem Weltcuppodest. David und Nico Gleirscher rundeten den starken Mannschaftsauftritt mit den Rängen fünf und sechs ab, die beiden Brüder trennten gerade mal sieben Tausendstelsekunden. 

„Es war gestern schon ein extrem geiler Tag, dass sich das heute auch im Einsitzer mit dem Podium ausgegangen ist, war schon sehr speziell. Ich muss danke sagen für den Respekt und gebe das Kompliment an Jonas zurück. Das, was er in der Woche gezeigt hat, vor allem gestern, das war schon eine Machtdemonstration. Das ganze Wochenende war genial, dass ich es in beiden Disziplinen in dieser Saison auf das Podest geschafft habe, ist schon geil“, so Kindl.

Volles Programm

Eine knappe Stunde nach seinem erfolgreichen Einzel-Sprint, startete Kindl gemeinsam mit Thomas Steu im Doppelsitzer in den Thüringer Eiskanal. Nach ihrem gestrigen Sieg mussten sich die Österreicher heute lediglich den Deutschen Hannes Orlamünder und Paul Gubitz geschlagen geben, die ihren allerersten Weltcupsieg fixierten. Mit Kindl stand erstmals seit 34 Jahren wieder ein Rodler an einem Renntag in zwei Disziplinen am Podest. Das war zuletzt Georg Hackl (GER) und Norbert Huber (ITA) 1990 in Sarajevo gelungen. Der dritte Rang ging heute mit Tobias Wendl und Tobias Arlt, ebenfalls an die Gastgeber. Juri Gatt und Riccardo Schöpf konnten sich gegenüber gestern um zwei Positionen steigern und wurden starke Vierte, Yannick Müller und Armin Frauscher gelang mit Rang sechs ebenfalls ein versöhnlicher Ausklang.

„Unser Speed ist derzeit unglaublich, wir sind top in Form, machen aber in unserer Newcomer-Saison noch zu viele Fehler in der Bahn, aber wir werden uns schon noch steigern. Wir freuen uns jetzt auf die zwei finalen Wochen in Sigulda, wir haben einen guten Polster, aber es ist noch nichts entschieden. Wir schauen von Rennen zu Rennen“, berichtet Steu.

Egle/Kipp eine Klasse für sich

Im anschließenden Bewerb der Damen-Doppelsitzer sprinteten Selina Egle und Lara Kipp mit neuem Bahnrekord zu einem überlegenen Sieg. Gestern auf Rang vier, gelang den ÖRV-Damen heute eine blitzsaubere Fahrt, die mit dem dritten Saisonsieg und insgesamt siebenten Erfolg im Weltcup belohnt wurde. Dajana Eitberger/Saskia Schirmer (GER) belegte vor den Italienerinnen Andrea Vötter/Marion Oberhofer Rang zwei. Im Sprint der Einsitzer-Damen, mit dem das Weltcup-Wochenende in Oberhof finalisiert wurde, schlug abermals Julia Taubitz zu. Die Deutsche verwies bei ihrem Double die Schweizerin Natalie Maag auf Rang zwei, die damit ihr bestes Ergebnis im Weltcup erzielte. Rang drei ging an Anna Berreiter (GER), beste Österreicherin wurde Hannah Prock, die unmittelbar vor Lisa Schulte auf Rang sieben landete. Madeleine Egle erwischte eine Bande und musste diesmal mit Rang zwölf Vorlieb nehmen.

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