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"Die WM kann kommen"

Samstag, 25. November 2023

Zum Abschluss des Viernationen-Turniers in Bistrita (ROU) mussten sich die Österreichische Damen-Nationalmannschaft dem Gastgeber Rumänien 35:41 geschlagen geben, belegt damit nach den Siegen über Portugal und die Schweiz Rang zwei. Katarina Pandza holte sich mit 26 Treffern die Torschützenkrone. Am morgigen Sonntag übersiedelt das Nationalteam nach Stavanger (NOR) wo man am 29. November gegen Südkorea in die Handball-Weltmeisterschaft 2023 startet.

Zurück gekämpft

Am letzten Spieltag verwandelte sich die Arena in Bistrita in einen wahren Hexenkessel, was dem Team um Sonja Frey einen Vorgeschmack auf das lieferte, was sie bei der Weltmeisterschaft in Norwegen erwartet. Angetrieben von den über 3.000 frenetischen Fans setzte sich Rumänien binnen elf Minuten auf 9:3 ab. Speziell Torfrau Daciana Hosu zog den Österreicherinnen in dieser Anfangsphase den Nerv. Doch die rot-weiß-rote Abwehr stabilisierte sich in der Folge. Im Angriff agierte man ruhiger und verkürzte den Abstand binnen acht Minuten auf 12:14. Unachtsamkeiten vor der Pause rächten sich. Nach 30 Minuten sah man sich mit 17:24 im Hintertreffen. Nach Seitenwechsel sah rasch alles nach einem klaren Triumph der Gastgeberinnen aus. Der österreichische Angriff stockte, während Rumänien zu vielen einfachen Toren kam und bereits in der 33. Minute 28:17 voran lag. 

Knapp zehn Minuten lief man diesem Rückstand hinterher. Plötzlich wendete sich das Geschehen um 180 Grad. Torfrau Lena Ivancok machte den Kasten zu, im Angriff saß nahezu jeder Wurf. In der 51. Minute stand es plötzlich nur mehr 30:32. Rumänien schien nervös, nahm da bereits sein drittes Timeout. Dank der Stange kam Österreich erneut in Ballbesitz und verkürzte durch Stefanie Kaiser auf 31:32. Just in diesem Augenblick wechselte das Momentum nochmals die Seiten. Rumänien setzte sich dank einiger Steals auf 37:31 ab und entschied das Spiel am Ende mit 41:35 für sich. Das Fazit fiel sowohl von Spielerinnenseite als auch Betreuerseite dennoch positiv aus, zumal man mit Katarina Pandza die Torschützenkönigin des Turniers stellte. 

Mit viel Selbstvertrauen zur WM

„Es war ein äußerst eigenartiges Spiel. Eigentlich sind wir überhaupt nicht in unseren Rhythmus gekommen, hatten keinen Zugriff in der Abwehr, viele Probleme auch bei den klarsten Torchancen. Wir haben viel probiert. Ein bestimmter Spielzug mit unserer schnellen Mitte und über die zweite Welle hielt uns in der ersten Halbzeit am Leben. Aus purer Verzweiflung hat sich das Sieben gegen Sechs zu einer unfassbaren Dimension entwickelt. Wir holen Tor um Tor auf, das Schicksal des Spiels dreht sich und plötzlich aus Minus zehn, minus eins“, erklärt Teamchef Herbert Müller und ergänzt: „Dann kommt ein komischer Zweikampf, den wir unglücklich verlieren und dann geht das Spiel für den großen Favoriten aus. Ich bin mit dem Turnier sehr zufrieden. Ich habe ein bisschen gehofft, dass wir Zweiter werden. Ich habe viel gewechselt und gehe mit guten Erkenntnissen hier raus. Man kann sagen, die Weltmeisterschaft kann kommen.“

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