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„Leidenschaft auf höchstem Niveau"

Montag, 27. September 2021

Am vergangenen Samstag trafen sich bei sommerlichen Temperaturen unzählige SpitzensportlerInnen bei der 20. Auflage des Tag des Sports im Wiener Prater. Tausende sportbegeisterte Besucher strömten auf das Gelände des Ernst-Happel-Stadions, versuchten sich an unzähligen Stationen und suchten das Gespräch mit der heimischen Sportelite. 

Lisa Hauser, Biathlon-Weltmeisterin im Massenstart von Pokljuka 2021, war eine der gefragtesten AthletInnen bei der Jubiläumsveranstaltung. „Ich finde diesen Tag wirklich großartig. Für die Kinder und die Erwachsenen wird sehr viel geboten und sie können sich einen guten Überblick verschaffen. Wir Sportlerinnen und Sportler freuen uns auch, wenn wir uns mit unseren Fans austauschen können. Ein toller Tag, den wir alle sehr genossen haben“, zeigte sich die Tirolerin nach einem tollen Event begeistert. 

Dichtes Sommerprogramm

Im Vergleich zu den letzten Sommerpausen war es 2021 allerdings für Hauser doch ein wenig anders, das Programm dichter. „Der heurige Sommer war etwas mehr mit Stress verbunden. Mit dem Training bin ich bislang sehr zufrieden und ich bin gesund geblieben. Leider ist die Regeneration etwas zu kurz gekommen. Ich hatte wirklich viele Termine, die habe ich dann oftmals auch in die freien Tage gepackt. Nichtsdestotrotz konnte ich den Fokus halten. Für mich war es immer super, wenn wir Trainingskurse hatten. Da war ich von den Terminen ‚befreit‘ und konnte mich voll und ganz auf das Training konzentrieren“, verriet die 27-Jährige, die nicht nur auf der Hauptbühne des Tag des Sports geehrt, sondern in der letzten Woche auch zur Tirolerin des Jahres gewählt wurde.

Neben dem vollgepackten Terminkalender wurde in ihrer Heimat Reith auch ordentlich gefeiert. Bei der offiziellen Medaillenfeier konnte das rot-weiß-rote Biathlon-Ass in ihrer Heimat endlich mit den Freunden und der Familie auf die erfolgreiche Saison anstoßen. „Das war richtig cool und sicherlich ein Highlight im Sommer.“ Aber es wurde auch fleißig trainiert. Ein Lehrgang im italienischen Lavaze war der erste Testlauf für die Olympischen Spiele in Peking 2022. Auf knapp 1.800 Höhenmeter versuchte man sich langsam an die Gegebenheiten, die in China herrschen werden, anzupassen und wertvolle Erfahrungen zu sammeln. „Wir haben dort super Einheiten absolviert. Ich denke mir: Wenn ich in Form bin, tut mir die Höhe nichts, wenn ich aber meine Form nicht gefunden habe, wird das eher eine zähe Sache. Im Vergleich zu anderen Athletinnen ist mir das Training in der Höhe leicht gefallen und ich konnte mich da sehr schnell anpassen“, so Hauser, die sich trotz eines erfolgreichen Winters immer weiterentwickeln möchte. Auch wenn der Großteil aus dem Vorbereitungsprogramm vom letzten Jahr übernommen wurde, wird gezielt an kleinen Rädchen gedreht. „Wir hoffen, dass das auch heuer wieder super funktioniert“, zeigte sich die Weltmeisterin optimistisch. 

Testlauf in 1.800 Höhenmeter

Trotz einer bislang idealen Vorbereitung wird es nicht einfach, die Erfolge aus der letzten Saison bestätigen zu können. Eines ist jedoch gewiss: Die eigene sowie die externe Erwartungshaltung ist natürlich gestiegen und der Druck auf die 27-jährige Tirolerin ist mit Sicherheit größer geworden. „Ich möchte jedes Rennen so angehen, dass ich aufs Podium laufen möchte. Natürlich sind die Olympischen Spiele das große Highlight im kommenden Winter, aber für mich ist die ganze Saison (Anm.: von November bis März) genauso wichtig. Ich möchte einfach wieder gute Leistungen zeigen. Läuferisch hat das im letzten Jahr super funktioniert. Und das Schießen ist immer so eine Komponente, da kann es schnell bergauf, aber auch bergab gehen“, gibt Hauser einen kleinen Ausblick. 

Auch wenn sie mit dem Gewinn der WM-Goldmedaille und zwei WM-Silbernen sowie dem Gewinn in der Disziplinen-Wertung schon zeigen konnte, was sie draufhat, möchte Hauser die kommenden Rennen genießen. „Ich versuche einfach nur Spaß zu haben und bin froh, dass ich meine Leidenschaft auf diesem Niveau ausüben kann. Ich habe eines meiner ganz großen Ziele schon erreicht, von daher kann ich das ein wenig lockerer nehmen“, so die Tirolerin.

„Ich freue mich schon richtig auf die nächsten Wochen“

In den nächsten Wochen stehen noch die Einkleidungstermine in Salzburg und Innsbruck an, ehe der Fokus komplett der neuen Saison gilt. Anfang November sollen dann die ersten Trainingseinheiten auf Schnee im heimischen Obertilliach, wo noch Schneereserven aus dem Vorjahr vorhanden sind, folgen. „Wir wollen uns bestmöglcih vorbereiten. Das hat bislang immer gut funktioniert, und wird es auch heuer. Ich freue mich schon richtig auf die nächsten Wochen“, schmunzelte Hauser zum Abschluss.

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