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 ARTIKEL VOM 01.10.2021Tokio 2020

Hoffnung in schwierigen Zeiten

Mit Blick auf die Olympischen Spiele Tokio 2020 und die Olympischen Winterspiele Peking 2022 hat IOC-Präsident Thomas Bach an die Olympische Gemeinschaft geschrieben. Zudem haben Umfragen in Frankreich gezeigt, dass die Menschen dort in großer Geschlossenheit hinter den Olympischen und Paralympischen Spielen Paris 2024 stehen.

Brief von IOC-Präsident Thomas Bach an die Olympische Gemeinschaft

Liebe Olympische Gemeinschaft, liebe Athletinnen und Athleten,

die Schlussfeier der Olympischen Spiele Tokio 2020 liegt nun etwas mehr als einen Monat zurück. Ich hoffe, dieser Brief findet Sie bei bester Gesundheit.

Nur dank der herausragenden Unterstützung aller Mitglieder unserer Olympischen Gemeinschaft konnten wir erstmals verschobene Olympische Spiele organisieren. Angesichts der vielen Herausforderungen, denen wir uns in den letzten Monaten vor den Spielen und im Verlauf der Pandemie stellen mussten, ist dies umso bemerkenswerter.

Ich möchte Ihnen von ganzem Herzen für Ihren wertvollen Beitrag und Ihr Engagement für den Erfolg dieser Olympischen Spiele danken. Es waren in dieser Form beispiellose Spiele. Es bedurfte einer großen Kraftanstrengung, um sie sicher und gefahrlos für alle zu machen.

Die Olympischen Spiele Tokio 2020 waren Spiele der Hoffnung, der Solidarität und des Friedens. Die Athletinnen und Athleten aus allen 33 olympischen Sportarten, aus 205 Nationalen Olympischen Komitees (NOK) und dem IOC-Flüchtlingsteam haben eine überzeugende Botschaft aus Tokio in die Welt gesandt.

Die besten Athletinnen und Athleten der Welt haben uns mit unvergesslichen Leistungen begeistert. Zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie kam die Welt wieder zusammen – durch die Kraft des Sports und die Leistungen der Athleten. Auf diese Weise gaben die Olympischen Spiele Tokio 2020 der Welt die dringend benötigte Hoffnung in diesen schwierigen Zeiten. Genau darum geht es bei den Olympischen Spielen: die Welt in Frieden und Solidarität zusammenzubringen und der Menschheit den Glauben an die Zukunft zu geben.

Wir haben nun die einmalige Gelegenheit, diese olympische Botschaft in wenigen Monaten noch einmal zu bekräftigen. Mit dem nahenden Winter liegt unser Hauptaugenmerk jetzt auf den Vorbereitungen für die Olympischen Winterspiele Peking 2022.

Auch wenn die Pandemie noch lange nicht vorüber ist, möchte ich Ihnen versichern, dass wir gemeinsam mit unseren chinesischen Partnern und Freunden keine Mühen scheuen, um diese Olympischen Winterspiele sicher und gefahrlos für alle zu machen. Wie in Tokio werden wir auch in Peking strenge COVID-19-Schutzmaßnahmen ergreifen, um die Gesundheit und Sicherheit aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu gewährleisten. Dabei lassen wir uns weiterhin von den wissenschaftlichen Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation und internationaler Experten leiten. Die erste Ausgabe der „Playbooks” für Peking, in denen die Schutzmaßnahmen für die einzelnen Stakeholder-Gruppen beschrieben werden, soll im Oktober erscheinen.

In diesem Zusammenhang freue ich mich, Ihnen ankündigen zu können, dass wir auch für die Olympischen Winterspiele Peking 2022 ein Impfprogramm anbieten werden, das in Tokio so gut funktioniert hat. Wir werden unsere Stakeholder erneut dadurch unterstützen, dass wir allen Olympia-Teilnehmern im Vorfeld von Peking Impfstoffe zur Verfügung stellen – natürlich im Einklang mit den nationalen Impfvorschriften.

Schon jetzt möchte ich die NOKs, die zusätzliche Impfdosen für ihre Delegationen, ihre Nationalen Paralympischen Komitees und andere olympische Stakeholder benötigen, ermutigen, schnellstmöglich unsere NOK-Abteilung zu informieren, damit wir die notwendigen Vorkehrungen treffen können.

Die hervorragende Zusammenarbeit, die wir mit unseren chinesischen Partnern und Freunden sowie den zuständigen chinesischen Gesundheitsbehörden pflegen, stimmt uns alle sehr zuversichtlich, dass wir erneut sichere und gefahrlose Olympische Spiele erleben werden.

Wir leben in schwierigen Zeiten. Gerade in diesen Zeiten sehen wir, wie wichtig die Mission der Olympischen Spiele ist, die Welt im friedlichen Wettstreit zu vereinen. Von den Olympischen Spielen geht eine Botschaft des Friedens, der Einheit und der Solidarität aus, unabhängig davon, wo sie ausgetragen werden. Die Kraft der Olympischen Spiele liegt in ihrer Universalität, sie gehören allen Menschen, egal wo sie auf unserer Erde leben. Deshalb garantieren die Regeln der Olympischen Charta bei jeder Ausgabe der Olympischen Spiele Gleichberechtigung für alle. Auf diese Weise können die Olympischen Spiele zum weltweit stärksten Symbol der Einheit in all unserer Vielfalt werden.

Ich hoffe sehr, dass wir in den nun folgenden Wochen und Monaten vor den Olympischen Winterspielen Peking 2022 weiterhin auf Ihre Unterstützung zählen können – zum Wohle aller Athletinnen und Athleten, die sich so hart darauf vorbereiten, ihren olympischen Traum zu leben. Die Olympischen Winterspiele Peking 2022 kommen zu einem Zeitpunkt, zu dem es wichtig ist, die Welt im olympischen Geist des Friedens, der Solidarität und der Einheit zusammenzubringen. Es werden wieder einmal die Athleten sein, die die Botschaft von der verbindenden Kraft des Sports in die Welt tragen. Deshalb verdienen sie unsere größtmögliche Unterstützung. Sie sollen sich mit voller Konzentration auf ihren Sport vorbereiten und unter den bestmöglichen Bedingungen antreten können.

In diesem olympischen Geist freue ich mich darauf, die Konsultation mit unseren einzelnen Stakeholdergruppen fortzusetzen. Diese haben sich als ein wertvolles Format des Meinungsaustausch erwiesen und helfen, den künftigen Kurs unsere Olympischen Gemeinschaft zu bestimmen.


Ich freue mich darauf, bald wieder mit Ihnen zu sprechen und verbleibe mit freundlichen Grüßen,

Ihr Thomas Bach

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