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Sprung ins Medaillenglück

Sonntag, 21. Januar 2024 / Gangwon 2024

Für das Youth Olympic Team Austria läuft es bei den Olympischen Jugend-Winterspielen in Gangwon am zweiten Wettkampftag weiterhin wie am Schnürchen. Nach Medaillen beim Rodeln und Ski Alpin legten die Skispringer:innen im Alpensia Ski Jumping Centre nach. Einzel-Silbermedaillengewinner Nikolaus Humml, Lukas Haagen, Meghann Wadsak und Sara Pokorny sprangen im Mixed-Team-Bewerb zu Bronze und sorgten für die insgesamt achte rot-weiß-rote Medaille.

Wenn es läuft, läuft es eben – das geht aus österreichischer Sicht auch sportartübergreifend. Nikolaus Humml, Lukas Haagen, Meghann Wadsak und Sara Pokorny zählten nach den Leistungen in den Einzelbewerben auch im abschließenden Mixed-Team-Bewerb zum erweiterten Kreis der Medaillenanwärter. Das Skisprung-Quartett nahm die Situation gut an und war während des gesamten Wettkampfes in Schlagdistanz. 

„Ich bin mega erleichtert. Wir haben unsere Sache sehr gut gemacht, aber mein Nevenkostüm war sehr angespannt. Für mich ist es die letzten Wochen nicht so gut gelaufen, daher freue ich mich umso mehr, dass ich hier mein Vertrauen in meine Sprünge wieder gefunden habe. Bei der Siegerehrung war mein Kopf leer, ich kann das aktuell noch nicht verarbeiten. Es ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Das schönste Gefühl, das man sich nur vorstellen kann“, strahlt Wadsak nach der Siegerehrung.

Im zweiten Durchgang entwickelte sich ein offner Schlagabtausch mit dem Team aus Deutschland um Rang drei. Wie schon am Vortag packte Nikolaus Humml im zweiten Durchgang eine Rakete aus und sorgte mit einem Satz auf 107,5 Metern (Tageshöchstweite) für die Vorentscheidung im ewigen Prestigeduell. Die Goldmedaille sicherte sich mit 893,7 Punkten das Team aus Slowenien, und das in beeindruckender Manier. Silber ging an Norwegen (818,3 Punkte), über Bronze jubelten die Athlet:innen aus Österreich (775 Punkte).

Tageshöchstweite als Vorentscheidung 

„Das war mein bester Sprung. Ich würde sagen, er ist mir zum perfekten Zeitpunkt gelungen. Es war lange Zeit richtig knapp, aber ich habe nie daran gezweifelt, dass wir das nicht schaffen können. Ich bin überglücklich, dass ich nun mit zwei Medaillen nach Hause fliegen kann – meine persönlichen Ziele sind somit erreicht. Wir sind ein super Team, das hat man wieder gesehen. Man kann sich auf die anderen verlassen, das gibt einem ein gutes Gefühl und viel Sicherheit“, sagt der zweifache YOG-Medaillengewinner Humml.

Teamkollege Haagen ergänzt: „Wir haben uns gegenseitig gepusht und richtig motiviert – wir waren dann in einem Flow. Für mich ist diese Medaille eine große Genugtuung. Im Einzelwettkampf hatte ich nicht die besten Bedingungen, die heutige Bronzemedaille kompensiert das und gibt mir sehr viel. Das Erlebnis war für mich sehr wichtig. Es ist für mich ein Zwischenziel, ich habe noch viel vor in meiner Karriere. Diese Erfahrungen und das Wettkampfgefühl nimm ich mit.“  

Ein besonderer Fan

Oftmals wissen Athlet:innen vor wichtigen Wettkämpfen nicht, wie sie mit ihrer Nervosität umgehen sollen. Sara Pokorny hat dem entgegengewirkt und sich eine kreative Ablenkung gesucht: „Ich war richtig nervös und wusste zuerst nicht, was ich tun soll. Dann habe ich vor dem Bewerb angefangen einen Schneemann zu bauen, das hat mich abgelenkt. Er (Anm.: der Schneemann) hat seine Sache sehr gut gemacht und uns die Daumen gedrückt – es hat sich gelohnt. Die Medaille hat einen sehr großen Stellenwert für mich und erfüllt mich mit großem Stolz. Ich bin überglücklich, auch wenn ich mit meinen Sprüngen nicht restlos zufrieden bin. Aber der letzte Eindruck bleibt und wird mir in den nächsten intensiven Wochen helfen.“

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