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 ARTIKEL VOM 24.06.2023EG Krakau 2023

Ein Korb für den Medaillen-Traum

Österreichs 3x3-Basketball-Herren hatten den Halbfinal-Einzug vor Augen – doch dann zerstörte das dezimierte belgische Team den Traum von einer Medaille bei den Europaspielen. Aber der Reihe nach …

Das Viertelfinal-Duell zwischen Österreich und Belgien war vom Start weg geprägt von Intensität und Härte, der krachende Dunk von Thibaut Vervoort nach wenigen Sekunden ein erstes Ausrufezeichen.

Nach dem Motto: „Schaut her, wir sind da, auch wenn unser vierter Mann verletzt zuschauen muss.“

Eiskaltes Händchen

Aber Team Austria hielt dagegen, spielte körperlich und versuchte den ersatzgeschwächten Gegner – auch unter lautstarker Anfeuerung der rot-weiß-roten Fans auf den Rängen – müde zu spielen.

Die Partie blieb offen, länger als den Österreichern lieb war, auch weil Vervoort ein eiskaltes Händchen hatte. Insgesamt 15 Punkte der 21 belgischen Punkte gingen auf das Konto des Olympia-Teilnehmers von Tokio 2020, 10 davon waren Zweipunkter.

Darunter der Matchwinner 1:36 Minuten vor Ablauf der Zeit zum 21:20. „Er hat alles raufgeschnalzt, ohne Rücksicht auf Verluste – und getroffen. Aber so ist es oft im 3x3, wenn du mit dem Rücken zur Wand stehst, geht dir alles auf“, versuchte Nico Kaltenbrunner die bittere Niederlage einzuordnen.

Smartness hat gefehlt

Bitter deshalb, weil die Belgier wirklich mit dem Rücken zur Wand standen, Österreich nach einem verwandelten und einem verworfenen Freiwurf von Kaltenbrunner mit 20:19 führte und aufgrund der vielen belgischen Teamfouls auch noch Ballbesitz hatte.

Die Uhr zeigte da noch 1:49 Minuten zu spielen. 13 Sekunden, einen  österreichischen Fehlwurf und einen verrückt-verdrehten Zweipunkter durch Vervoort später jubelte Belgien über das 21:20 und den Aufstieg.

„Wir waren nicht intelligent genug, um es heimzuspielen. Am Herz und am Einsatz ist es sicher nicht gelegen, uns hat aber die Smartness gefehlt, um die Situation richtig zu erkennen und den Deckel drauf zu machen. Wir hatten die Medaille schon vor Augen und haben sie weggeschmissen“, machte Matthias Linortner aus seiner Enttäuschung kein Geheimnis.

Gleiches galt für Kaltenbrunner: „Es ist im 3x3 oft so, dass man verlieren muss, um zu lernen. Aber es tut heute extrem weh, dass es ausgerechnet hier passieren musste. Wir hätten gerne eine Medaille mit nach Hause genommen.“

Wiedersehen in Paris?

So bleibt die Erfahrung des ersten Multisport-Events für das Team Austria.

„Es war eine coole Erfahrung, hier dabei zu sein. Danke auch an das ÖOC-Team, das extrem professionell und hilfsbereit war, wenn wir etwas gebraucht haben. Das haben wir sehr genossen“, hofft Linortner auf ein Wiedersehen in Paris.

„Wir haben eine, vielleicht zwei Chancen für die Qualifikation, die Möglichkeit ist da und wir wollen definitiv das Olympia-Ticket buchen.“

 

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