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Ein letztes Mal

Montag, 19. Februar 2024

Das lange Warten hat ein Ende: Am Donnerstag ist Österreichs Herren-Nationalteam endlich wieder im Einsatz – und zwar zu Hause: 19:15 Uhr im Wiener Hallmann Dome. Die Mannschaft von Head Coach Chris O’Shea startet gegen Armenien in die Vorqualifikation für den Weltmeisterschaft 2027. Tickets für das wichtige Auftaktspiel sind bereits seit einiger Zeit erhältlich, jetzt ist auch der Kader bekannt. Und dieser könnte so stark sein, wie schon lange nicht mehr, wobei Rasid Mahalbasic zum 99. und letzten Mal im Teamtrikot auflaufen wird.

Seit Montagvormittag trainiert Österreichs Herren-Nationalteam in Wien und bereitet sich auf das Ländermatch gegen Armenien vor. Viel wurde im Vorfeld gemunkelt, wen Teamchef Chris O’Shea für das erste Duell für die WM-Quali 2027 nominieren würde. Jetzt ist klar, er bleibt seiner Linie treu und setzt damit den Kurs der vergangenen Jahre fort. Erneut bekommt die junge Generation ihre Chance, während gleichzeitig aber auch der eine oder andere arrivierte Starspieler nicht fehlen darf, um die „Jungen“ anzuführen.

O’Shea setzt dazu auf folgenden 13-Mann-Kader: Bogic Vujosevic (BC Vienna), Daniel Friedrich und Benedikt Güttl (Gmunden Swans), Sebastian Käferle (Oberwart Gunners), Renato Poljak (Flyers Wels), Aleksej Kostic (Traiskirchen Lions), Erol Ersek und Timo Lanmüller (Tübingen Tigers/GER), Rasid Mahalbasic (Halcones de Xalapa/MEX), Luka Brajkovic (Kolossos Rhodes/GRE), Omer Suljanovic und Imran Suljanovic (beide Regio Emilia/ITA), Quincy Diggs (Team Vienna/3x3). Fynn Schott (Gran Canaria/ESP) musste kurzfristig verletzungsbedingt absagen.

„Ich freue mich auf diesen Kader, der eine tolle Mischung aus Routiniers ist, die uns durch das erste Fenster helfen werden, und jungen talentierten Spielern“, so der Teamchef.

Abschied von einem ganz Großen

Tatsächlich sind die rot-weiß-roten Mannen – zumindest am Papier – so ausgewogen und tief besetzt wie lange nicht mehr. Unter dem Korb muss man sich mit Luka Brajkovic, der derzeit wöchentlich in Griechenland auf europäischem Spitzenniveau aufzeigt, und Altmeister Rasid Mahalbasic vor niemandem verstecken. Auch von der Bank hat Österreich einmal mehr viele Möglichkeiten.

Am Donnerstag dürften die Augen aber dennoch in erster Linie auf Mahalbasic gerichtet sein: Der 2,11-Meter-Mann hat im Rahmen des Camps das Team informiert, dass er nach dem Spiel gegen Armenien seine Nationalteamkarriere beenden wird. Damit geht nicht nur einer der erfolgreichsten österreichischen Legionäre in die „Teilpension“ (auf Klubebene wird der Center weiter aktiv sein), sondern auch eine langjährige Nationalteamstütze. Angeführt von Mahalbasic holten die Österreicher 2010 sogar den Titel bei U20-Europameisterschaft. Es folgten zahlreiche Engagements bei europäischen Top-Klubs und sogar ein Abstecher zu den Utah Jazz in die NBA-Summer-League 2013. Einzig das 100. Länderspiel wird dem in Klagenfurt aufgewachsenen Big Man verwehrt bleiben. Ein Einsatz am Donnerstag wäre sein 99. für das rot-weiß-rote A-Nationalteam.

„Wir sind Rasid sehr dankbar für alles, was er für den österreichischen Basketball-Sport und das Nationalteam getan hat. 99 Länderspiele sind eine beachtliche Zahl und stehen stellvertretend für seine Verdienste. Wir würden uns freuen, wenn wir auch in Zukunft eng mit Rasid zusammenarbeiten können und er so weiterhin ein Teil von Basektball Austria bleibt“, sagt Basketball-Austria-Generalsekretär Aldin Saracevic.

Zurück am Full-Court

So traurig der Abschied von Mahalbasic am Donnerstag sein wird, desto erfreulicher ist das Mannschaftsdebüt eines anderen: Ex-BSL-MVP und 3x3-Superstar Quincy Diggs wird erstmals nach seiner Einbürgerung für das österreichische 5-gegen-5-Nationalteam auflaufen und die Guard-Rotation rund um Bogic Vujosevic, Daniel Friedrich, Benedikt Güttl oder auch Sebastian Käferle mit seinen Scoring-Fähigkeiten perfekt ergänzen. Zukünftige Hoffnungsträger wie Aleksej Kostic oder Omer Suljanovic können sich von dem Routinier bestimmt einiges abschauen.

Um an die Zukunft, also die WM 2027, denken zu können, muss am Donnerstag aber erstmal ein Sieg her. Zwar scheint die „Pre-Qualifier“-Gruppe mit Armenien und Albanien machbar, aber unterschätzen darf man die Gegner keinesfalls. „Armenien ist schwer einzuschätzen, sie haben vor drei Jahren die EM der kleinen Nationen gewonnen und verfügen nachweislich über zwei Top-Spieler mit Chris Jones und Andre Spight.“, weiß O’Shea. Ersterer spielt mit Valencia in der EuroLeague und tut sich dort als Scorer und Passer hervor. Spight spielt mit dem argentinischen Klub Obras Sanitarias in der Champions League Americas mit, also jene Liga, in der jetzt auch Mahalbasic sein Können zeigt. Er kann jederzeit heiß laufen und Spiele im Alleingang entscheiden. 

Beinahe ausverkauft: Jetzt schnell noch zuschlagen

Klar sind die Vorgaben von O’Shea vor dem Spiel: „Der Spielstil von Armenien ist offensiv und auf die individuell starken Scorer und Playmaker abgestimmt. Ein Schlüssel wird also sein, die beiden in Schach zu halten. Sie dürfen keinen Lauf bekommen.“ Ziel ist es laut Teamchef, dass keiner der beiden mehr als 20 Punkte scort. Dafür werden in der relativ kurzen Vorbereitung gerade noch einmal die Grundprinzipien in Offense und Defense wiederholt.

Am Donnerstag soll dann der erste Schritt in Richtung Gruppensieg gemacht werden. Mit diesem würde das Nationalteam in die zweite Qualifikationsstufe aufsteigen. In dieser kämpfen zwölf Teams, um den Aufstieg in die dritte und entscheidende Quali-Runde der Quali auf. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg.

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