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Pechsträhne ging in Moskau weiter

Samstag, 5. Oktober 2019 / Tokio 2020

Die ehemalige Welt- und Europameisterin Alisa Buchinger musste beim Premier League-Turnier in Moskau erneut ein frühes Aus verdauen. Die 26-Jährige wurde in der Kumite-Klasse bis 68 kg in Runde 2 von der Türkin Eda Eltemur gestoppt. 

Dabei startete die Salzburgerin am Samstag souverän in den Bewerb: In Runde 1 trat sie gegen die Belgierin Luana Debbaty äußerst stark auf und ging mit einem 3:0-Sieg von der Tatami.

Auch im Kampf gegen Eda Eltemur war Buchinger über weite Strecken überlegen. Den ersten Punkt bekam allerdings die Türkin zugesprochen, obwohl er an Buchinger gehen hätte müssen, Trainer Eppenschwandtner sogar Video-Review verlangte – ohne Erfolg.

Die 26-jährige steckte das Fehlurteil weg, glich zum 1:1 aus. Der entscheidende Treffer zur 2:1-Niederlage fiel wieder umstritten. Da Coach Eppenschwandtner aber bereits beim 1:0 von der Videokarte Gebrauch machte, blieb der Österreicherin nichts übrig als die bittere Schiedsrichter-Entscheidung zugunsten von Eltemur hinzunehmen. 

Buchinger hatte danach zwar noch länger noch die Chance auf die Trostrunde, da die Türkin aber knapp den Finaleinzug verpasste, musste auch diese Hoffnung begraben werden. 

„Ganz ehrlich? Mittlerweile bin ich schon ziemlich genervt. Ich fühl mich gut, ich kämpfe gut, es passt vom Kopf her einwandfrei, aber in unserem Sport kann man nie sicher sein was passiert, da man von vielen Leuten abhängig ist. Ich will mich nicht darauf herausreden, aber es ist einfach schade, wenn man so sinnlos verliert und gestoppt wird“, haderte die 26-Jährige mit den Kampfrichtern. 

„Es ist einfach nur ärgerlich und frustrierend.“ Ich könnte heute nicht sagen, was ich besser machen hätte können, das haben auch alle Trainer so gesehen. Ich habe alles gegeben, kann mir nichts vorwerfen und dennoch bleibt unterm Strich nicht das, was ich mir erhofft hatte und definitiv auch möglich gewesen wäre.“ 

Noch 7 Turniere

Weiter geht es Ende November mit der Premier League in Madrid. Buchinger: „Jetzt bin ich erstmal froh, dass ich ein wenig zur Ruhe kommen kann, die letzten sechs Wochen gingen doch ziemlich an die Substanz. Und dann hoffen wir mal, dass es bei den nächsten Turnieren wieder anders ausschaut“, bleibt die Shotokan Salzburg-Athletin weiterhin kämpferisch.

Denn der Traum von Tokio 2020 ist längst noch nicht abgeschrieben, obwohl die Situation immer schwieriger wird: Sieben Quali-Turniere warten noch auf die Heeressportlerin, dort müsste sie aber schon durchwegs immer in den Medaillenrängen liegen, um den derzeitigen Rückstand im Ranking (1927,5 Punkte/Rang 19) noch wettzumachen. 

Schließlich qualifizieren sich nur die beiden Erstplatzierten (je Gewichtsklasse) direkt für die Spiele, im Mai 2020 besteht aber noch die Chance sich beim Abschlussturnier in Paris einen von drei weiteren Plätzen zu sichern. Daran dürfen die bereits Qualifizierten nicht mehr teilnehmen. 

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