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Nächstes Ziel: Olympia!

Mittwoch, 22. Mai 2024

Österreichs Eishockey-Mannschaft hat bei der Weltmeisterschaft in Prag mit Platz zehn eine außerordentliche Leistung gezeigt. Nach dem erfolgreichen Klassenerhalt peilt das Team von Roger Bader nun die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2026 an. „Österreich kann stolz sein, dass wir hier so eine tolle Mannschaft gehabt haben. Das hat uns auch gezeigt, dass wir eine Chance haben in der Olympiaquali“, sagte Teamchef Bader.

Mit Rang zehn erzielte die Mannschaft ihre beste Platzierung seit über 20 Jahren. „Wir haben uns etabliert“, erklärte Bader nach dem „hervorragenden“ Turnier. Die österreichische Nationalmannschaft hielt zum dritten Mal in Folge die Klasse und übertraf dabei viele Erwartungen. „Wir können sehr stolz auf unsere Mannschaft sein. Wir haben eine sehr gute WM gespielt und uns sehr gut verkauft. Es gab viele unvergessliche Momente“, sagte Marco Rossi, Österreichs einziger Spieler mit einem Vertrag in der National Hockey League (NHL).

Teamgeist als Faktor

Die Defensive, angeführt von Clemens Unterweger, zeigte in wichtigen Momenten Stabilität. „Wir haben viele Erwartungen übertroffen, es war ein Traum, hier zu spielen“, ergänzte Unterweger. Der Teamgeist war ein wesentlicher Faktor für den Erfolg. „Das Turnier war sensationell, die Mannschaft ist so zusammengewachsen“, so Benjamin Nissner.

Prag erwies sich erneut als guter Boden für das österreichische Eishockeyteam. Schon 1947 holte man in der tschechischen Hauptstadt mit Bronze die bisher letzte WM-Medaille. Beim Turnier 2004 landete man auf Platz elf. Einzig 2015 stieg man mit fünf Punkten ab, weil Frankreich und Lettland sich auf ein für beide günstiges Ergebnis einigten.

Das Turnier 2024 war geprägt von spannenden Begegnungen. Nach einer knappen Niederlage gegen die Schweiz (5:6), in der NHL-Star Nico Hischier erst 48 Sekunden vor Schluss den Sieg sicherte, folgte ein denkwürdiges Spiel gegen Rekordweltmeister Kanada. Österreich machte einen Fünftorerückstand wett, unterlag aber schließlich in der Verlängerung mit 6:7.

Besonders beeindruckend war der historische Sieg gegen Finnland, den ersten in der Länderspielgeschichte gegen die Nordeuropäer. Benjamin Baumgartner sicherte den 3:2-Sieg mit einem Tor in der Schlusssekunde. Ein souveräner 4:1-Erfolg über Norwegen rundete das Märchen ab.

Die Torhüter David Kickert und David Madlener spielten das Turnier ihres Lebens. Kickert hielt die Siege gegen Finnland und Norwegen fest, während Madlener dafür sorgte, dass Kanada im letzten Drittel keinen Treffer mehr erzielte. „Die WM war einfach richtig geil“, sagte Kickert. „Wir haben die Leute begeistern können.“

Der einzige Schönheitsfehler war die Niederlage gegen Großbritannien, die den Traum vom Viertelfinale zunichtemachte. „Wir dürfen uns jetzt die ganze Erinnerung, das Erlebnis nicht von diesem einen Spiel zerstören lassen“, sagte Verteidiger Dominique Heinrich.

Als nächstes steht die Olympia-Qualifikation auf dem Programm. Vom 29. August bis 1. September spielt das Team in Bratislava gegen die Slowakei, Frankreich und Kasachstan um einen Platz bei den Olympischen Spielen 2026 in Cortina d’Ampezzo und Mailand. „Wir haben große Fortschritte gemacht“, betonte Bader. „Wenn diese Niederlage etwas Gutes hat, ist es doch noch zu mahnen, dass uns die Bäume nicht in den Himmel wachsen.“

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