Letzte Chance aufs Tokio-Ticket

2:11:30 Stunden, das ist das Olympia-Limit für Marathonläufer Valentin Pfeil. Nach seinem gescheiterten Versuch in Siena will er das Limit bis 31. Mai nachliefern.
Am Sonntag beim Olympia-Qualifikationsmarathon am Flugplatz Ampugnano bei Siena (ITA) verpasste der Mann aus Steyr als Gesamt-41. mit einer Zeit von 2:15:14 Stunden das Limit um mehr als 3 Minuten.
Der 32-jährige Tierarzt nahm's gelassen: "Es war ein Versuch, ich war aber leider weit vom Limit entfernt. Ich fühle mich jetzt aber weder mental noch körperlich niedergeschlagen."
Seine Analyse: "Ich bin das Rennen wohl zu schnell angegangen, habe zuviel Risiko genommen. Bis Kilometer 32,5 war ich noch auf Olympia-Limit-Kurs, aber dann konnte ich das hohes Anfangstempo bei windig-nassen Bedingungen einfach nicht mehr halten können."
Die Wetterbedingungen seien für die schnelleren Läufer ja auch kein Problem gewesen, daher wolle er die äußeren Bedingungen nicht als Ausrede hernehmen. "Für mich ist eine Endzeit von 2:11:30 Stunden einfach nur bei sehr guten Bedingungen möglich."
Zu Ende gelaufen ist der den Marathon dennoch. "Zuletzt bin ich zweimal aus dem Rennen ausgestiegen, diesmal wollte ich den Marathon zu Ende laufen, auch wenn ich nicht mehr ans Limit gegangen bin, um mich ein wenig zu schonen."
Sein Olympischer Traum ist aber noch nicht ausgeträumt. Pfeil: "Wenn die Form passt, dann probiere ich das Limit noch einmal. Auch wenn sich jetzt kein optimaler Trainingsaufbau mehr ausgeht, ich habe immerhin noch bis zum 31. Mai Zeit. Ich werde das in den kommenden Tagen entscheiden."