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Schuften fürs Saisonfinale

Mittwoch, 15. November 2023

Marlene Jahl kickt noch einmal ordentlich für das Saisonfinale rein! Ohne Pause trainiert die WM-Fünfte für das Taekwondo Grand Prix-Finale in Manchester (GBR) am ersten Advent-Wochenende.

Die 28-jährige Heeressportlerin, pendelt derzeit zwischen Kraftkammer, Taekwondo-Matte und Mentaltrainingseinheiten hin und her. Der Fokus liegt auf einem positiven Abschluss einer mit vier Medaillen und je einem fünften Platz bei Europaspielen und WM erfolgreich verlaufenen Saison.

„Das übergeordnete Ziel ist die Olympia-Qualifikation. Dafür arbeite ich jeden Tag. Auf diesem Niveau entscheiden Details über Sieg und Niederlage. Ich versuche mich genau in diesen Nuancen weiterzuentwickeln, mit dem Ziel, im Wettkampf keine Fehler mehr zu machen“, erklärt Jahl.

Die Fehler vom Erstrundenaus gegen die Russin Polina Khan beim Grand Prix in China vor einem Monat sind analysiert und aufgearbeitet. „Ich habe geführt, obwohl ich nicht wirklich gut gekämpft habe, hätte in der zweiten Runde den Sack zumachen müssen. Das Positive ist, dass mir der Kampf gezeigt hat, dass ich auf Basics, wie auf meinen Stand, achten muss, damit ich die Gegnerinnen auf Distanz halten und selbst jederzeit kicken kann. Darauf haben wir im Training mit Intervall-Übungen reagiert. Diese Perfektion in der Bewegung muss dann ins Sparring und schließlich in den Wettkampf. Deshalb filmen wir auch viel im Training, damit ich die kleinsten Feinheiten visualisieren und automatisieren kann“, beschreibt die Oberösterreicherin.

Körperliche und geistige Fitness spielen dabei eine ebenso entscheidende Rolle. Sportwissenschaftler Grzegorz Bialowas aus dem Leistungszentrum Südstadt ist für das körperliche zuständig, schreibt die Trainingspläne, kontrolliert regelmäßig beim Training die Laktatwerte.

„Der Trainingsplan greift“, bestätigt Coach Markus Weidinger. „Marlenes Werte werden immer besser, dadurch ist sie länger belastbar und regeneriert schneller.“ Das hat zuletzt auch das Trainingslager in Nürnberg mit Deutschlands Taekwondo-Meisterin Lorena Brandl, die bereits fix für Olympia qualifiziert ist, gezeigt. Weidinger: „Die Vergleiche sowohl im Sparring als auch bei den Laktatkontrollen haben für beide Athletinnen gute Referenzwerte ergeben.“

Auch Jahls Mentaltrainer Wolfgang Seidl fällt eine wichtige Aufgabe zu. „Er war zuletzt beim Training dabei, um mir und meinem Coach Feedback zu geben. Da geht es um Körpersprache und positive Kommunikation miteinander“, erklärt Jahl, die auch diesen Teil ihres Trainings sehr ernst nimmt. „Ich bekomme nach den Sitzungen regelmäßig Hausaufgaben. Daheim arbeite ich mit Visualisierungen, reflektiere meine Gedanken, die ich im Training hatte. Wichtig ist dabei, Negatives sofort in positive Energien umzuwandeln.“

Energien, die Jahl Anfang Dezember beim Grand Prix-Finale in Großbritannien zum Saisonschluss noch einmal auf die Matte bringen will, bevor es nächstes Jahr um die Olympia-Qualifikation geht.

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(Instagram)

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