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Krakau-
Malopolska 2023

Europaspiele - 21. Juni bis 2. Juli 2023

KRAKAU-MALOPOLSKA 2023 | News

 

 ARTIKEL VOM 01.07.2023EG Krakau 2023

Den großen Wurf verpasst

Nichts wurde es aus der großen Judo-Sensation bei den Europaspielen in Krakau-Malopolska. Österreich musste sich Favorit Deutschland in der zweiten Runde der Mixed-Team-EM geschlagen geben, sammelte aber trotzdem wichtige Punkte auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Paris 2024.

Bereits das erste Duell in der Krynica-Zdroj-Arena, eigentlich eine Eishalle, gegen Spanien wurde zur Challenge. Nach drei Niederlagen (Michaela Polleres, Maria Höllwart, Verena Hiden) und drei Siegen (Samuel Gassner, Thomas Scharfetter, Aaron Fara) ging es in den Entscheidungskampf. Das Los entschied über die Gewichtsklasse, es wurde +70 kg. Also musste Höllwart nochmals antreten, setzte sich diesmal aber gegen Eunate Etxebarria Bilbao durch und fixierte den Aufstieg.

„Wir haben alle an den Sieg gegen Spanien geglaubt, uns dann aber unerwartet schwer getan. Woran es gelegen ist, kann man nicht sagen, auch solche Tage gehören dazu. Im Entscheidungskampf ging ein Push durch das Team, wir haben Maria lautstark unterstützt. Dennoch haben wir uns insgesamt unter Wert verkauft“, meinte ÖJV-Headcoach Yvonne Snir-Bönisch und sprach damit das nachfolgende Duell mit Deutschland an.

Dieses ging mit 1:4 verloren, für den Ehrenpunkt sorgte Thomas Scharfetter (-90 kg), der Martin Matijass in beeindruckender Manier mit Ippon besiegte. Polleres, Höllwart, Fara und Hiden gingen hingegen als Verlierer:innen von der Tatami. Bönisch: „Die Enttäuschung überwiegt. Deutschland ist ein starker Gegner, nicht umsonst die Nummer zwei des Turniers und hat zuletzt im Mixed-Team bei Olympia und den Weltmeisterschaften in Taschkent und Doha immer Medaillen geholt. Aber unschlagbar waren sie heute nicht. Wir hatten durchaus Chancen.“

Für Aufsehen sorgte einmal mehr Thomas Scharfetter, der als einziger Österreicher beide Kämpfe für sich entscheiden konnte. Der 22-jährige Salzburger ist von Hauptberuf Metzger und trainiert neben dem Fulltime-Job. Zuletzt hatte er sensationell Bronze beim Heim-Grand-Prix in Linz. „Ich weiß nicht, warum es aktuell so gut läuft, ich mache nichts anders. Es gelingt mir gut, Job und Training unter einen Hut zu bekommen. Fix ist: Die harte Arbeit als Fleischer hilft mir beim Judo in Sachen Griffkraft.“

Olympia-Silbermedaillengewinnerin Michaela Polleres erwischte hingegen einen gebrauchten Tag. „Leider hat es nicht ganz funktioniert, wir haben uns viel vorgenommen – Deutschland ist aber einfach sehr stark. Im Team will man für alle gewinnen, wenn man verliert, ist es dafür doppelt bitter. Dennoch halten wir als Team zusammen und geben uns nicht gegenseitig die Schuld“, so die zweifache WM-Bronzemedaillengewinnerin.

Für die Weltrangliste, und damit den Weg zu den Olympischen Spielen nach Paris, bedeutete das Aus im Achtelfinale 672 Punkte. Bönisch: „Ich bin keine Statistikerin, aber: Für wirklich gute Punkte hätten wir eine Runde mehr überstehen müssen. Deswegen reisen wir enttäuscht aus Polen ab. Wir haben noch weitere Chancen auf Punkte und werden versuchen, diese zu nützen.“

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