Hitzeschlacht, die
Wettkampf bei hoher Lufttemperatur, bei sehr heißem Wetter
Schlägt man den Begriff Hitzeschlacht im Duden nach, erhält man obige Beschreibung. Dass es bei den ANOC World Beach Games in Doha heiß hergehen wird, war schon im Vorfeld und also spätestens seit der Leichtathletik-Weltmeisterschaft Ende September, Anfang Oktober klar.
Was Open Water-Schwimmer David Brandl aber seit seiner Ankunft in Katar erlebt hat, übertraf seine kühnsten Erwartungen. „Das Wasser hat 34 Grad, das fühlt sich an, als ob man in einem Kochtopf schwimmen würde“, berichtet der Oberösterreicher von seinen beiden Trainingseinheiten im Freiwasser.
Weil im Weltcup nur bis 31 Grad Wassertemperatur geschwommen werden darf, musste der Weltverband FINA eine Ausnahmegenehmigung erteilen. Die Startzeit wurde von 7:30 auf 6:00 Uhr vorverlegt, den Athleten die Teilnahme freigestellt.
Brandl, der von Ehefrau Bianca betreut wird, möchte sich der Herausforderung stellen. Der dreimalige Olympia-Teilnehmer weiß aber um die Gefahren und wird kein Risiko eingehen.
„Ich starte auf jeden Fall, auch weil die Sicherheitsvorkehrungen enorm sind.“ Alarmstufe Rot: 9 Boote mit Schiedsrichtern und Beobachtern, 16 Kajaks mit Helfern und Taucher werden die Schwimmer auf dem 5-km-Kurs am Katara Beach begleiten.
Damit er trotz der schwierigen Bedingungen seine Bestleistung abrufen kann, geht er bereits um 8 Uhr ins Bett – und nicht zur Opening Ceremony. Am Nachmittag wird noch einmal im Hotel-Pool trainiert, danach im Zimmer klimatisiert ...