XX. Olympische Winterspiele Turin 2006
10. - 26. Februar 2006
Zum zweiten Mal, nach Cortina D"Ampezzo 1956, wurden die Olympischen Winterspiele an Italien vergeben. Am 19. Juni 1999 bei der 109. IOC-Session in Seoul, Korea, bekam Turin den Zuschlag zur Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2006. Die italienische Metropole setzte sich gegen folgende Mitbewerber durch: Helsinki (FIN), Klagenfurt (AUT), Poprad-Tatry (SVK), Sion (SUI) und Zakopane (POL)
2500 Athleten sowie 2500 Offizielle und Trainer aus 80 verschiedenen Länern werden in den 3 Olympischen Dörfern untergebracht werden:
- Turin (Eiskunst- u. Eisschnelllauf, Short Track, Eishockey)
- Bardonecchia (Biathlon, Freestyle, Snowboard)
- Sestriere (Ski Alpin, Langlauf, Bob, Rodeln, Skeleton, Nordische Kombination und Skispringen)
650 Kampf- und Schiedsrichter werden dafür sorgen, dass bei den 84 Bewerben aus 7 Sportarten fair gekämpft wird. 10.000 Medienvertreter aus aller Welt werden von den Geschehnissen vor Ort berichten, 1,5 Millionen Zuschauer werden live dabei sein. Weiters werden 20.000 Volunteers für einen reibungslosen Ablauf der Spiele sorgen.
Mit Turin als Austragungsort wurden die Spiele an die Region Piemont vergeben. Das Piemont ist eine von 20 Regionen Italiens und grenzt im Norden an die Schweiz und im Westen an Frankreich. Piemont ist nach Sizilien flächenmäßig die zweitgrößte Region Italiens und hat 4,3 Millionen Einwohner. Das Gebiet gliedert sich in insgesamt 8 Provinzen – Turin ist der Sitz der Provinzverwaltung und mit fast einer Million Einwohner zugleich die viertgrößte Stadt Italiens.
Noch im 19. Jahrhundert war diese Region im Norden Italiens ein armes, vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Gebiet. Heute gehört das Piemont zu den wirtschaftlich stärksten Regionen Europas. Turin ist insbesondere bekannt als Sitz des Autoherstellers FIAT, der 1899 hier gegründet wurde. Aufgrund der Nähe zu den europäischen Anrainerstaaten und der guten Infrastruktur haben sich in der Vergangenheit auch viele internationale Konzerne in diesem Gebiet angesiedelt. So haben mehr als 200 ausländische Firmen wie z.B. BASF, Continental oder Motorola Repräsentanzen bzw. Produktionsstätten im Piemont. |