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Österreich-Haus in Peking 2008

Das „Austria House“ des Österreichischen Olympischen Comités hat als Kommunikationszentrum für Athleten, Betreuer, Medien und Besucher schon seit langem Tradition bei Olympischen Spielen. Besonders wichtig war es auch, für die Athletinnen und Athleten eine Rückzugsmöglichkeit zu schaffen, um dem Trubel in Peking für kurze Zeit zu entkommen.

 

Von den Medien als die „heimliche Botschaft“ unseres Landes betitelt, war das Österreich-Haus Peking 2008 wieder für fast drei Wochen Zentrum des Geschehens rund um die rot-weiß-rote Olympia-Mannschaft. Das ÖOC fand mit dem an das Great Wall Sheraton Hotel angeschlossenen Garten eine für Peking einzigartige Kulisse - eine grüne Oase im Herzen der Großstadt. In dem weitreichend angelegten Parkbereich des Hotels befanden sich zwei - etwas vernachlässigte - Gebäude, die für die Zwecke des ÖOC perfekt geeignet waren. Ein Tempel im traditionell chinesischen Stil, ein offener Pavillon und eine große Terrassenfläche mussten entsprechend adaptiert werden, um den insgesamt ca. 2.500 Besuchern genügend Platz zu bieten. Gemeinsam mit den Österreichischen Lotterien als Partner ist es dem ÖOC gelungen, ein Kommunikationszentrum für die Mitglieder der Mannschaft und ein Aushängeschild für Österreich zu schaffen.

 

Der Tempel wurde zu einem gemütlichen Treffpunkt umgestaltet, in dem den Gästen von einer Melange über Apfelkuchen und Topfenstrudel bis hin zu einem „Leberkässemmerl“ viele kleine, für Österreich typische, Köstlichkeiten angeboten wurden. Sehr gerne nutzten die Medienvertreter die ruhige und idyllische Umgebung dieses Bereiches um Interviews und Gespräche mit den Athleten und anderen Mitgliedern der Mannschaft zu führen. Der nicht weit entfernte und etwa 250 m² große Pavillon musste komplett verglast und klimatisiert werden, um die große Hitze erträglich zu machen. Zahlreiche Erneuerungen der Elektroinstallationen waren für das Funktionieren der Technik ebenfalls erforderlich, damit Veranstaltungen, Pressegespräche und Medaillenfeiern reibungslos ablaufen konnten. Der Platz direkt vor dem Pavillon bot genügend Raum für einen Terrassenbereich der sich besonders an den lauen Abenden rasch füllte. Neben den angebotenen Mittag- und Abendbuffets gab es bis spät in die Nacht Grillspezialitäten und dank unserer Lieferanten musste man auch im fernen Peking nicht auf die gewohnte Qualität der Getränke verzichten. Das Salzburger Brauunternehmen Stiegl lieferte nach Turin 2006 auch in Peking das Bier für das Österreich-Haus. Die Olympia- Weine kamen aus der burgenländischen Region Deutschkreutz und vom Weingut Buchegger aus dem Kremstal in Niederösterreich. Für das Wasser in allen Variationen bedanken wir uns bei der Firma Vöslauer.

 

Pünktlich zur offiziellen Eröffnung des Österreich-Hauses am 6. August waren alle Adaptierungsarbeiten abgeschlossen und zahlreiche Gäste sorgten bereits am ersten Tag für eine großartige Stimmung. Präsident Dr. Leo Wallner begrüßte Sportstaatssekretär Dr. Reinhold Lopatka, die Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien Frau KR Brigitte Jank, Herrn Botschafter Dr. Martin Sajdik, so wie noch viele andere Prominente aus Sport, Wirtschaft und Politik. Auch Verteidigungsminister Mag. Norbert Darabos ließ es sich nicht nehmen, die Sportlerinnen und Sportler die ja auch teilweise dem Bundesheer angehören, persönlich zu unterstützen. Frau Präsidentin Jank freute sich über eine erneute Kooperation mit der Wiener Tourismusschule Modul. Dank einer Fortsetzung der bereits bewährten Zusammenarbeit konnte allen Gästen gastronomisches Service auf höchstem Niveau geboten werden. Ein Team von acht Schülerinnen und Schülern unter der Leitung von Susanne und Andreas Latzenhofer sorgten dafür, dass sich jeder Gast rundum wohl fühlte und die allseits bekannte österreichische Gastlichkeit erlebte.

 

Zahlreiche Athletinnen und Athleten kamen gerne ins Österreich-Haus und nutzten die Möglichkeit sich dort zu entspannen, aber auch um Erfolge zu feiern und sich den Medien zu präsentieren. Bereits am ersten Tag nach Eröffnung der Spiele gewann Ludwig Paischer eine Silbermedaille im Judo und kam wenig später zur traditionellen Medaillenfeier ins Austria-House, wo er von zahlreichen Fans jubelnd empfangen wurde. Die Feiern der beiden weiteren Medaillengewinner, Mirna Jukic und Violetta Oblinger, zogen ein ähnlich großes Publikum an und es wurde immer bis lange nach Mitternacht gemeinsam gefeiert.

 

Um die Berichterstattung aus dem Österreich-Haus zu vereinfachen und den zahlreichen Medienvertretern vor Ort die Arbeit etwas zu erleichtern, sorgte das ÖOC auch wieder für einen eigenen Pressebereich. Der an den Pavillon angeschlossene Raum erfreute sich bei den Journalisten größter Beliebtheit. Konnte sich doch so einerseits der mühsame Weg ins MPC/IPC erspart werden und außerdem waren die Internetleitungen dank Unterstützung von Datatechnology für chinesische Verhältnisse sehr stabil. Das Österreich-Haus bot auch die Möglichkeit abseits der Kameras und Mikrophone in gemütlicher Atmosphäre zu plaudern. 

 

Nach der Schlussfeier am 24. August sperrte auch das Österreich-Haus Peking 2008 seine Türen. Aber nicht für lange, denn durch eine bei Sommerspielen erstmalige Kooperation mit dem Paralympischen Komitee wurde es nach kurzen Umbauarbeiten zu Beginn der Paralympics wieder geöffnet und bot auch für den Behindertensport eine einmalige Plattform.




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